Mit dem Verkehrssicherheitsprogramm "Aufgepasst mit Adacus" führte der ADAC Nordbayern im Auftrag der ADAC-Stiftung die Buben und Mädchen der Klassen 1a und 1b der Dr.-Roßbach-Grundschule unter der Mitwirkung ihrer Klassenlehrerinnen Katharina Ganzmann und Christine Schmidt spielerisch an ihre Rolle als Fußgänger im Straßenverkehr heran. Schließlich werden die Kinder spätestens mit dem Schuleintritt fast täglich den Gefahren des ständig zunehmenden Kraftverkehrs ausgesetzt und müssen sich eigenständig als Fußgänger bewegen und bewähren.

Einen besonderen Gefahrenpunkt stellt dabei das Überqueren der Fahrbahn dar. Für ein verkehrssicheres Verhalten ist es daher für Kinder von großer Bedeutung, sich mit dem Verkehrsablauf an Fußgängerampeln und -überwegen vertraut zu machen.

Als Mittelpunkt des Programms hatte die Moderatorin Dagmar Mayer die schlaue Raben-Handpuppe Adacus mitgebracht, die die wichtigen Punkte kindgerecht vermittelte und kommentierte. Auf die Frage, warum denn Adacus grellbunt und nicht schwarz wie ein richtiger Rabe sei, erhielt die Moderatorin die plausible Antwort, dass man ihn so besser sehen könne. Auch die Schüler sollten auf ihrem Schulweg zu ihrer eigenen Sicherheit helle Kleidung oder noch besser die bunten Sicherheitstrapeze tragen, die sie zum Schulbeginn bekamen, erklärte Mayer.

Bevor es zu den praktischen Übungen ging, hatte Adacus eigentlich vor, ein Lied mit den Kindern zu singen, mit dem er ihnen mitteilen wollte, wie man sicher an einem Zebrastreifen und einer Fußgängerampel die Straße überquert. Da die Kinder aber aufgrund der Corona-Pandemie Masken tragen mussten, sang er alleine: "Bei Rot bleib ich steh'n. Bei Grün kann ich geh'n. Ich schau dem Fahrer ins Gesicht, bleibt er auch wirklich steh'n? Ich schau nach links, ich schau nach rechts und dann noch mal nach links. Ich bin dabei sehr aufmerksam, denn Augen auf, das bringt's!"

Die Verhaltensregeln wurden dann an in der Halle aufgebauten Zebrastreifen und Fußgängerampeln eingeübt. Dabei nahmen die Kinder sowohl ihre eigene Rolle als Fußgänger als auch die Rolle des Kraftfahrers ein. "Gerade bei der Überquerung der Fahrbahn an einem Fußgängerüberweg ist der Blickkontakt zwischen den beiden Verkehrsteilnehmern wichtig", betonte die Moderatorin. Deshalb sollten die Schüler beachten, dass sie, noch auf dem Gehsteig stehend, den ankommenden Autofahrern durch Ausstrecken der Hand ihr Vorhaben deutlich machen und erst nach mehrfachem Blickkontakt (links-rechts-links) die Straße betreten, damit man sich sicher sein kann, dass man auch von den Autofahrern gesehen wurde, und dann aber zügig die Straße überqueren.

Die Moderatorin verwies auch darauf, dass in bestimmten Notfällen Blaulichtfahrzeuge wie die Polizei bei eingeschaltetem Blaulicht bei Rot die Ampel passieren dürfen. Dies demonstrierten mit "Tatütata" die Lehrerinnen. In der kurzweiligen Veranstaltung lernten die Schüler wichtige Verhaltensregeln als Fußgänger im täglichen Straßenverkehr kennen, die ihnen mehr Sicherheit für den Schulweg bringen. Alfred Thieret