Philipp Bauernschubert

Bei der Generalversammlung des St. Michaelvereins Thundorf kam es im Vorstand zu einer Umstrukturierung. Für die aus familiären Gründen ausgeschiedene Anke Schneider wählte die Versammlung die bisherige Schriftführerin Nicole Diem zur neuen Kassiererin, während Lena Saal-Bauernschubert, bisher Beisitzerin, nun das Amt der Schriftführerin übernahm.

Bettina Seufert vom Vorstandsteam stellte alle Aktionen vor. Im Juni wurde das Gartenhaus, bzw. der Kinderfahrzeugschuppen, abgerissen und dank großer Unterstützung wieder aufgebaut. "Ende Juli kam das größte Projekt, das viel Vorarbeit, viele Gespräche und auch viel Nerven gekostet hat", so Seufert. Weil das Kinderhaus sehr viele Kinder unter drei Jahren hat, waren die Räumlichkeiten der Minigruppe viel zu klein. Seit September werden monatlich mehrere Kinder eingewöhnt. Höchststand sind dann 24 Kinder. Dies ginge mit der Raumaufteilung nicht.

Deshalb stellte sich das Vorstandsteam die Frage, was können wir machen? Vieles an Ausweichmöglichkeiten wurde leider abgelehnt, wobei auch darauf zu achten war, dass die Kinderhauszahl laut Betriebserlaubnis nicht überschritten wird. Schließlich wurde durch viele freiwillige Helfer der Plan umgesetzt.

Die Minis (24 Kinder) tauschen das Stockwerk und sind zukünftig in beiden Gruppenräumen im oberen Stock. Die Midigruppe (20) nutzt den Gruppenraum links und die Maxigruppe (20) nutzt das Büro und den Turnraum, der leider aus gegebenem Anlass weichen muss. Dafür werden zusätzliche Räume in der Schule Rothhausen und in der Festhalle genutzt. Büro, Frühförderung und Elterngespräche finden zukünftig im Rathaus Thundorf statt. Es wurde tatsächlich in kürzester Zeit geschafft, alle Gruppen umzuziehen.

Kontakt gehalten

Auch der Jahresbericht des Personals von Leiterin Renate Saal war trotz Corona sehr umfangreich. Vom 16. Dezember bis 18. Mai wurde vom Landratsamt eine Notbetreuung angeordnet. In dieser Zeit versuchte das Kinderhaus zu den daheim gebliebenen Kindern den Kontakt nicht abreißen zu lassen. Es wurden Videos über Whatsapp, Arbeitsblätter oder Ausmalbilder über Email verschickt und auch der Bus kam als Express zum Einsatz, zum Beispiel in der Faschingszeit mit Tüten und süßem Inhalt.

Ab Oktober besuchen 20 Kinder die Minigruppe, 17 die Midi- und 20 die Maxigruppe, zu denen bis Mai 2022 nach jetzigem Stand noch sieben dazu kommen. Einige Kinder müssen doppelt gerechnet werden, da sie unter 2,5 Jahren sind und einen doppelten Platz belegen. Damit bleibt der Kindergarten im Rahmen der zulässigen Betriebserlaubnis von 75 Kindern.

Nach Ortschaften aufgeteilt kommen elf Kinder aus Weichtungen, neun aus Seubrigshausen, 28 aus Thundorf, zwölf aus Rothhausen und drei aus Theinfeld, sowie ein Kind aus Stadtlauringen. Die Einrichtung hat an einer Onlinebefragung teilgenommen. Diese ergab, dass der Kindergarten Thundorf insgesamt als recht gut bewertet wurde. Besonders der Wohlfühlaspekt, das pädagogische Konzept und die Montessori-Arbeit wurden hervorgehoben. Das Defizit von 12 214 Euro in 2019 wurde komplett von der Gemeinde übernommen. 2020 gab es kein Defizit.