Der fränkische Handball hat am Dienstagabend eine seiner größten Sternstunden erlebt, selbst in vielen Jahren werden sie sich noch erzählen, wie es damals war, an diesem 9. Dezember 2014, als der HC Erlangen in der Bundesliga auf die Rhein-Neckar Löwen traf, jene Übermannschaft von Weltformat. Wie er kämpfte, wie er sich aufbäumte - und wie er das Star-Ensemble mit einer 25:27-Niederlage wieder nach Hause schickte.

Hatte der HC im Hinspiel (18:35) gegen den Jetzt-nicht-mehr-Spitzenreiter überhaupt kein Land gesehen, war diesmal alles anders - das drückte sich schon im knappen Rückstand zur Halbzeit (12:14) aus. 30 Sekunden vor Ende parierte HC-Keeper Nikolas Katsigiannis einen Siebenmeter und den Nachwurf, im Gegenzug traf Martin Stranovsky zum 27:25-Endstand. Die 5311 Zuschauer dankten es mit Standing Ovations, irgendwie schienen sich alle in den Armen zu liegen. Und jedem war wohl klar: Hier wurde Geschichte geschrieben.