Ein blutüberströmter junger Mann lag gestern in einem Auto auf dem Parkplatz der Aischtalhalle. Feuerwehr und Rettungsdienst rückten an, um ihn aus dem Fahrzeug zu bergen. Eine bedrückende Situation.

Zum Glück handelte es sich nur um eine Schauübung, die den Schülern des Gymnasiums gestern während eines Projekttages präsentiert wurde. Dabei drehte sich alles um das Thema Sicherheit. "Wir wollten alle Bereiche abdecken", sagt Organisatorin Petra Arnold.

Gemeinsam mit ihren Kolleginnen Karin Bigdeli und Petra Mauser hat sie sich darum gekümmert, dass den Schülern verschiedene Vorträge und Workshops geboten wurden.

Dabei ging es nicht nur um Sicherheit im Verkehr. Themen waren unter anderem auch Mobbing, Internet, Sexualität, Drogen und Brandschutz.
"Die Feuerwehr erklärt den Schülern beispielsweise, was eigentlich passiert, wenn im Schulgebäude Alarm ausgelöst wird", sagt Arnold. Für die Veranstaltung hatte sie mehrere Partner gewinnen können. Darunter waren neben Feuerwehr und Polizei auch das Technische Hilfswerk, die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft und der Arbeiter-Samariter-Bund.

Bei den siebten Klassen stand Sicherheit im Internet im Mittelpunkt. "Es geht darum, den Schülern klar zu machen, dass Facebook nicht im Wohnzimmer endet. Alles steht im World Wide Web und kann dort auch nicht so schnell wieder gelöscht werden", so Arnold.

Die Organisatorin lobte besonders das Engagement von Siegfried Nürnberger von der Polizeiinspektion Höchstadt. Er habe sich um den Höhepunkt der Veranstaltung gekümmert: Das Präventionsprojekt "Bob im Disco-Fieber" in der Aischtalhalle. "Unser Ziel ist es, Verkehrsunfälle mit 18- bis 24-Jährigen zu verhindern", sagt Nürnberger. Zunächst läuft Disco-Musik "zur Einstimmung", im Anschluss zeigen die Beamten Filme zum Thema.

Abschließend berichten Rettungskräfte und Polizisten über ihre Eindrücke, Erinnerungen und Gefühle an Unfallorten. "Man hat gemerkt, dass den Schülern das sehr nahe ging", sagt Nürnberger. Innerhalb kurzer Zeit sei es unter den etwa 120 Schülern in der Halle mucksmäuschenstill gewesen. Viele hätten betroffen auf den Boden gestarrt, manche gar die Halle verlassen.

Zum Abschluss durften die Schüler eine große Rettungsübung hautnah miterleben. Die Einsatzkräfte mussten den verletzten und eingeklemmten Fahrer per Schere aus dem Auto schneiden - ein Moment, den man selbst nie miterleben möchte. Es sei ein sehr wichtiger Eindruck für die Schüler, so Nürnberger. "Wir wollen junge Fahrer sensibilisieren, damit sie - gerade am Wochenende - besonders aufpassen."