Nach schwerem Unwetter mit Überflutungen im Kreis Erlangen-Höchstadt - Anwohnerin noch immer vom Ausmaß der Schäden geschockt: Vom Hochwasser sehr überrascht wurden die Anwohner am Samstag (10.07.021) in Weppersdorf bei Adelsdorf (Landkreis Erlangen-Höchstadt). Wie Anwohnerin Carmen Jahreis-Lay gegenüber der Agentur News5 berichtet, sei es zunächst ein ganz normaler, sonniger Samstagmorgen gewesen, den sie mit einem Frühstück und den Tagesplanungen begonnen hatte.

Auch Gartenarbeit habe Jahreis-Ley noch verrichten wollen. Im benachbarten Höchstadt und am Tag zuvor in Herzogenaurach und dem Aurachtal hatte der Starkregen zwar schon für Überflutungen gesorgt. Doch, so erzählt Jahreis-Lay, habe sie die Überschwemmungen zwar im Hinterkopf gehabt, aber nicht mit der Geschwindigkeit gerechnet, mit der das Wasser auf ihr Grundstück kam. 

Anwohnerin in Adelsdorf: Nicht damit gerechnet, dass Hochwasser Grundstück erreicht

Das Haus der Familie Jahreis-Lay sei glücklicherweise schon so gebaut worden, dass es vom Grundwasser her geschützt sei, berichtet News5. Doch dann habe das Wasser der Aisch urplötzlich begonnen zu steigen: „Wir haben den Fluss beobachtet und innerhalb einer halben Stunde hat sich das Wasser dann verändert. Es ist immer weiter und sehr rasant angestiegen“, berichtet Jahreis-Lay.

Sofort habe sie mit den Vorbereitungen begonnen und alles, was noch im Garten war, in Sicherheit gebracht. Als das Wasser jedoch nicht aufgehört habe zu steigen, sei bei Carmen Jahreis-Lay die Angst gekommen, dass sich das Wasser auch bald durch die Kellerfenster einen Weg ins Haus bahnen wird.

Das sei glücklicherweise nicht eingetreten, aber dennoch hat es die Familie hart erwischt: „Unser Zaun ist teilweise kaputt, der Pool ist kaputt, die Hochbeete sind kaputt. Wir müssen viel aufräumen und das ganze Holz muss weggebracht werden. Es ist erstaunlich, wie schnell alles zerstört werden kann, was man sich schön aufgebaut hat“, schildert Jahreis-Lay.

Erneutes Hochwasser in Adelsdorf? Anwohnerschaft in "Halb-Acht-Stellung"

In dem Garten der Anwohnerin liegen laut News5 riesige Baumstämme, die durch das Hochwasser angespült worden seien und alles mit sich gerissen hätten, was ihnen in den Weg kam. Nun müssen die Schäden beseitigt werden, heißt es.

Schon die kommenden Tage könnten wieder viel Regen und eventuell ein erneutes Hochwasser mit sich bringen. In Weppersdorf seien die Menschen daher "in Halb-Acht-Stellung" und beobachteten, wie sich das Wasser am Ursprung der Aisch verhält. 

Schon bei der ersten Flutwelle hätten die Bewohnenden von Adelsdorf-Weppersdorf gezeigt, dass Zusammenhalt das Wichtigste ist. „Es ging Hand in Hand. Einer hat Sandsäcke geschleppt, der andere hat sich einen Traktor genommen, um die Holzteile, die den Durchlauf der Brück versperrten, rauszuheben", wird Jahreis-Lay zitiert. 

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