Aue ist Kult. Aue ist ein Klassiker. Das hört man immer wieder im Fan-Lager des HSC 2000 Coburg. Nach zwei Niederlagen in Folge soll der Klassiker am Sonntag in der HUK-Arena unbedingt gewonnen werden. Das Team von Trainer Jan Gorr will gegen den EHV Aue wieder zurück in die Erfolgsspur.
Wie eng die Liga zusammenliegt, haben bisher nicht nur die Ergebnisse gezeigt, sondern gerade die letzten beiden Partien des HSC gegen zwei Spitzenmannschaften. In Liga Zwei werden Versäumnisse und Fehler in der Regel bestraft: "Da haben wir noch viel zu lernen", stellte Jan Gorr zum wiederholten Mal fest, denn seine Mannschaft hätte beide Spiele gewinnen können.
Von Lobeshymnen können sich die Coburger nichts kaufen. Vor den schweren Auswärtsspielen in Essen und Emsdetten muss am Sonntag ab 17 Uhr nicht nur eine gute Leistung her, sondern auch die Punkte.
"Es wird Zeit, dass wir uns wieder einmal selbst belohnen.
Wir haben mit den 4:4 Punkten sicherlich eine ordentliche Ausgangsposition, wenn man erwartet, dass man zum Auftakt Henstedt-Ulzburg schlägt und dann in Hüttenberg gewinnt, aber wir hätten durchaus noch Zusatzpunkte buchen können", so Gorr. "Gegen den Zweitliga-Dino, die in Essen mit dem Auswärtssieg letzte Woche untermauert haben, dass sie eben in diese 2. Liga gehören, erwartet uns wieder ein Kampf. Ich hoffe, dass Fans und Spieler auf der Platte zusammen wieder eine Einheit bilden, damit wir nach den zwei Niederlagen gegen die Spitzenteams diesmal die Punkte behalten", hofft der Coburger Trainer.

"Mister Zuverlässig"

Gorr willl aber auch festgestellt haben, dass seine Mannschaft gerade in Leipzig aus dem ruhenden Angriff heraus schon Fortschritte gemacht hat. Gegen Aue soll wieder die Abwehr stabilisiert werden. Sein Hauptaugenmerk gilt dabei "Mister Zuverlässig", so Jan Gorr wörtlich.
Er meint damit das Auer Urgestein Eric Meinhardt, der bereits seit der eigenen Jugend bei den Erzgebirglern aktiv ist, Dreh- und Angelpunkt seiner Mannschaft und auch immer wieder seine Nebenleute wie Janar Mägi bedient.
Der Coburger Trainer hofft, dass er wieder auf Linksaußen Steffen Coßbau, der am Mittwoch ins Training eingestiegen ist, zurückgreifen kann, sieht aber Verbesserungspotential noch in der Angriffsleistung seiner rechten Seite.
Ronny Göhl ärgert sich wahrscheinlich noch heute über seinen verworfenen Strafwurf beim stand von 22:23 in Leipzig, aber einen Vorwurf braucht man ob der gezeigten Leistungen niemanden beim HSC zu machen. Der Blick geht nach vorne und Gorr hat nun an der Taktik gefeilt, um Aue geschlagen auf die Heimreise zu schicken. "Natürlich müssen wir lernen, auch wieder mit Niederlagen umzugehen, aber gewöhnen wollen wir uns daran auf keinen Fall", zeigt sich der Coburger Trainer vor dem Aue-Spiel konzentriert auf die nächste Aufgabe.

Sonntag, 17 Uhr: