Der Gemeinderat Thundorf hat in seiner Sitzung am 28. April beschlossen, eine Firma mit dem Einbau von zwei Sektionaltoren in das Feuerwehrhaus Thundorf zu beauftragen. Im Rahmen der Einbauarbeiten wurde festgestellt, dass die Tore nicht an der bestehenden Decke befestigt werden können, da es sich um eine abgehängte Gipskartondecke handelt und eine ausreichende Befestigung nicht möglich ist. Dem wurde von der Firma dadurch Abhilfe geschaffen, dass ein Metallrahmen an den Innenwänden des Feuerwehrhauses befestigt wurde, an dem die Tore angebracht wurden. Für den Einbau sind Mehrkosten von 3512,88 Euro brutto angefallen, die es galt vom Gemeinderat nachträglich anzuerkennen, was mehrheitlich auch geschah. Allerdings kam Kritik von einem Teil des Gremiums zum Nachtrag. Nach dessen Meinung hätten die notwendigen Arbeiten bei der Ausschreibung festgestellt werden müssen und nicht im Nachhinein.

Dreimal geht es um Zuschüsse

Gleich drei Zuschussanträge lagen dem Gemeinderat in der Sitzung vor. Das Diakonische Werk Schweinfurt bittet für das Haushaltsjahr 2022 um eine Förderung für den laufenden Betrieb des Erhard-Klement-Hauses in Maßbach. In den vergangenen Jahren unterstützte die Gemeinde das Diakonische Werk jeweils mit einem Jahreszuschuss von 200 Euro. Durch die geringe Platzzahl können keine ausreichenden Einnahmen erzielt werden. Deshalb wurde auch für das laufende Jahr 2022 wieder ein Antrag gestellt. Der Gemeinderat beschließt, dem Antrag des Diakonischen Werkes Schweinfurt stattzugeben und erhöht für 2022 den freiwilligen Betriebskostenzuschuss einmalig auf 500 Euro.

Dem Antrag der Freunde des Fränkischen Theaters Schloss Maßbach auf Gewährung eines Zuschusses für die Rettung des Fundus, wird ebenfalls stattgegeben. Auf den Kostümen des Fundus im Theater wurde Schimmel entdeckt. Aus diesem Grund müssen die ca. 25.000 Kleidungsstücke nun entweder entsorgt oder einzeln gereinigt, abgesaugt und gesäubert werden. Zudem muss die ganze Halle des Kostümfundus von den Schimmelsporen befreit und das Raumklima durch Luftentfeuchter so reguliert werden, dass sich nicht erneut Schimmel bilden kann. Diese Maßnahmenkosten betragen laut Antragsteller insgesamt circa 40.000 Euro. Mit Schreiben vom 28. Oktober bitten die Freunde des Theaters die Gemeinde um eine finanzielle Beteiligung an den Kosten. Nicht alle Gemeinderäte konnten sich aus unterschiedlichen Gründen damit anfreunden, einen Zuschuss zu gewähren. Ein Pro kam schließlich von einem Gemeinderat, der das Fränkische Theater als einzige kulturelle Anlaufstelle in der Region bezeichnete. Der Gemeinderat beschließt einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 300 Euro für die Reinigung der Kostüme zu gewähren.

Freiwilliger Zuschuss

Einen weiteren Zuschussantrag in Höhe von 300 Euro stellte die Pfarrgemeinde Thundorf für die Seniorenarbeit in der Gemeinde. Der Zuschuss soll für die nun wieder eingeführten Seniorennachmittage übergreifend für alle drei Filialen verwendet werden. Nachdem ein Antrag aus den Reihen des Gemeinderates auf Erhöhung der Förderung gestellt wurde, kam die andere Seite mit dem Argument, der Antragsteller hat doch 300 Euro beantragt, warum dann mehr? Hier kamen auch die Mietkosten in den drei Gemeindeteilen zur Sprache, die unterschiedlich sind. Der Gemeinderat Thundorf beschließt, der Pfarrgemeinde Thundorf für die Seniorenarbeit einen einmaligen, freiwilligen Zuschuss in Höhe von 500 Euro zu gewähren.

Unter Anfragen und Informationen berichtete Erste Bürgermeisterin Judith Dekant, dass an der neugeschaffenen Wasserentnahmestelle im Friedhof Thundorf noch kleine Restarbeiten zu tätigen sind. Sie appellierte an den Gemeinderat, sich vor Ort davon in Kenntnis zu setzen, um eine geeignete Lösung zu finden.

Strom aus Augsburg

In Kooperation mit dem Bayerischen Gemeindetag hat die Kubus GmbH die Bündelausschreibung für die Strombeschaffung für die bayerischen Kommunen durchgeführt. Die elektronische Auktion für die Lieferjahre 2023 bis 2025 fand im Zeitraum 20. Juni bis 31. August 2022 statt. Der Zuschlag für die Lose der bayerischen Ausschreibung "Bayern, Ökostrom I, öffentliche Auftraggeber" wurde erteilt. In diesem Los ist die Gemeinde Thundorf mit den Abnahmestellen der Straßenbeleuchtung enthalten. Die Gemeinde wird für die Jahre 2023 bis 2025 mit dem Los "Straßenbeleuchtung" von den Stadtwerken Augsburg beliefert.

Da die bestehenden Stromlieferverträge automatisch zum 31. Dezember 2022 enden, wird den Kommunen vom Bayerischen Gemeindetag geraten, sich zumindest für das Jahr 2023 eigenständig um die Strombeschaffung zu kümmern. Für den Lieferzeitraum 2024 bis 2026 wird die Kubus GmbH erneut eine Bündelausschreibung anbieten. Die Teilnahme steht der Gemeinde frei.

Bürgermeisterin darf Strom einkaufen

Von der Verwaltung wurde bereits beim bisherigen Stromlieferanten, den Stadtwerken Dachau, sowie bei den Stadtwerken Amberg nach der Abgabe eines Angebotes zur Weiterbelieferung beziehungsweise Neubelieferung ab 1. Januar 2023 angefragt. Nach Auskunft beider Stromanbieter ist die Abgabe eines Angebotes möglich, der Zuschlag muss jedoch innerhalb einer Stunde erfolgen, da eine längere Bindefrist an das Angebot in der derzeitigen Krisensituation leider nicht möglich ist. Die Erste Bürgermeisterin ist zum Abschluss von Verträgen durch die Geschäftsordnung berechtigt, allerdings nur bis zu einem Auftragswert in Höhe von 4000 Euro. Dieser Wert würde beim Abschluss von Stromlieferverträgen aller Voraussicht nach deutlich überschritten. Eine Genehmigung des Gemeinderates, diesen Wert zu überschreiten, wäre ein Abschluss bei Angeboten mit günstigeren Konditionen möglich. Die bisherigen Kosten für die einzelnen Abnahmestellen beliefen sich wie folgt: Standardlastprofil 25,46 Cent (ct) brutto und Straßenbeleuchtung 24,52 Cent. Die Preise für Straßenbeleuchtung 2023 netto betragen 69,26 ct/kWh, 2024, 44,26 ct/kWh und 2025, 36,75 ct/kWh.

Der Gemeinderat beschließt, die Erste Bürgermeisterin Judith Dekant zu ermächtigen, bei Vorliegen eines akzeptablen Angebotes eines Stromlieferanten, den Abschluss zur Stromlieferung für das Jahr 2023 zu vollziehen. Gleichzeitig wird beschlossen, für die Jahre 2024 und 2025 eine Interessensbekundung an den Bayerischen Gemeindetag abzugeben.

Bauantrag genehmigt

Ein Antrag auf Baugenehmigung zu einem Wohnhausneubau mit Carport am Triebweg in Rothhausen lag den Räten vor. Die Antragsteller beabsichtigen ein Wohnhaus zu errichten. Das Dach ist als geneigtes Satteldach, das Carport mit einer Größe mit einem Pultdach geplant. Der Gemeinderat beschließt, dem Bauvorhaben das gemeindliche Einvernehmen zu erteilen.