In Aub hat der Förderverein zum Erhalt der historischen Schmiede in dieser Zeit die Türen geöffnet und gibt den Besuchern entsprechende Informationen. Fünf Jahre sind es in diesem Jahr, dass Freiwillige aus Aub die historische Schmiede vor dem Verfall gerettet haben, sagen Harald Weigand und Otmar Düring. Ohne die Unterstützung der Dorfvereine, auch finanziell, wäre das nicht zu schaffen gewesen.

1980 erlosch das Feuer

1980 war es, dass der letzte Schmied in Aub das Feuer löschte und die Türe abschloss. Dann wurde es ruhig, und die Schmiede, samt historischem Inhalt, gerieten in Vergessenheit. Im Juli 2014 entschieden Auber Bürger, die desolate Schmiede nicht dem Verfall preiszugeben, sondern sie wieder herzurichten und für Besucher zugänglich zu machen. "Erst wollten wir mit Heraklitplatten die Decken einfach sichern und die großen Löcher in der Lehmdecke abdecken", sagen Otmar Düring und Harald Weigand. Dann entschied man sich, die Schmiede nach historischem Vorbild wieder instandzusetzen. Noch heute ist Kreisbaumeister Herbert Bötsch vom Landratsamt Rhön-Grabfeld den Aubern in guter Erinnerung: "Er hat uns viele Tipps und vor allem auch Unterstützung gegeben."

Wichtig war zunächst, das Dach dicht zu bekommen. Dann folgten Entrümpelungsmaßnahmen und die Sicherung und Wiederherstellung der historischen Inneneinrichtung. Viel Zeit wurde investiert, bis endlich die Schmiede geöffnet werden konnte. Heute ist sie ein historisches Schmuckstück der "Draaer". Im Eingangsbereich, der eigentlichen Schmiede sind die Werkzeuge für den Gast zu sehen. "Natürlich funktioniert die Transmission für den großem Schleifbock wieder, das werden wir am Sonntag auch zeigen", sagt Otmar Düring. In der Esse wird am Sonntag natürlich das Schmiedefeuer angezündet, damit die Flammen richtig lodern. Das Gebläse verhilft dem brennenden Steinkohlenkoks, das Eisen auf rund 1000 Grad Celsius zu erhitzen, erfahren die Besucher dann. Eine rund 100 Jahre alt Bohrmaschine ist ebenso intakt wie eine Eisenbiegemaschine und ein Karbidschweißgerät.