In Zukunft wird das Stadtoberhaupt Jochen Vogel (CSU) monatlich 749,72 Euro zusätzlich zu seinem Gehalt bekommen. Damit bleibt die Höhe der Dienstaufwandsentschädigung auf dem Stand des Jahres 2018. Dieses Vorgehen schlug 3. Bürgermeister Dieter Seban (CSU) vor. Der Rat folgte ihm einstimmig.

Ursprünglich hätte der Betrag auf 798,47 Euro erhöht werden sollen. Nach einem alten Stadtratsbeschluss zahlte die Stadt bisher stets den Höchstsatz. Doch gleich in der ersten Sitzung des neuen Stadtrats im Mai hatten sich die CSU-Stadträtinnen Franziska Kaul und Monika Wiesner dafür ausgesprochen, angesichts der Corona-Krise ein Zeichen des Verzichts zu setzen.

Entschädigung wird nicht erhöht

Nun nannte Wiesner Sebans Vorschlag "ein Zeichen" an die Bevölkerung. Hartmut Bös (Grüne) argumentierte damit, dass die Höhe der Entschädigung für sechs Jahre gelte und womöglich die Corona-Krise überdauere. Er wies auf die zahlreichen zusätzlichen Aufgaben des Bürgermeisters hin: "Wir haben keinen Kurdirektor."

Die Dienstaufwandsentschädigungen für die stellvertretenden Bürgermeister richten sich nach der Höhe, die Vogel bekommt. Sie wurden folglich auch nicht erhöht. 2. Bürgermeister Jürgen Pfister (PWG) erhält denselben Betrag wie Vogel und 3. Bürgermeister Seban die Hälfte davon.