Am Freitag (19.11.2021) findet eine Mondfinsternis statt. Das Ereignis wird seinen Höhepunkt in den Morgenstunden erreichen. Die Erde wird dabei insgesamt 97 % des Vollmondes vor dem Sonnenlicht und so für einen beeindruckenden Farbwechsel. Es wird ein sogenannter "Blutmond" zu sehen sein. Nach Angaben der Nasa dauert die partielle Mondfinsternis 3 Stunden, 28 Minuten und 23 Sekunden. Es wird sich um die längste partielle Mondfinsternis zwischen 2001 und 2100 handeln, wie Business Insider berichtet. 

Das Spektakel wird jedoch nicht von jedem Ort aus gleich gut zu beobachten sein. Die beste Aussicht sollen Beobachter in Nordamerika haben. Aber auch in Westeuropa kann man die Mondfinsternis teilweise sehen, auch wenn dort der Mond bereits am Untergehen ist. Das Schauspiel wird in Deutschland den Berechnungen zufolge  zwischen 8.19 Uhr und 11.47 Uhr vonstattengehen. Da der Mond bei uns bereit um 7.42 Uhr untergehen wird, verpassen Beobachter in Deutschland das Phänomen knapp. Über zahlreiche Livestreams können Interessiere jedoch zumindest online einen Blick auf das Geschehen werfen. 

4 bis 7 Mal im Jahr stehen Erde, Mond und Sonne in einer Linie zueinander 

Es kommt zwischen 4 und 7 Mal im Jahr vor, dass sich die Sonne, die Erde und der Mond in exakter Linie zueinander befinden, das besagen Nasa-Angaben. Je nachdem kommt es dabei entweder zu einer Mond- oder zu einer Sonnenfinsternis.  Bei einer Sonnenfinsternis steht der Mond genau zwischen Erde und Sonne und wirft seinen Schatten, die „Eklipse“ auf die Erde. Für die Region, die sich auf der Erde gerade im Schatten des Mondes befindet, wird es also finster.

Ist der Mond hingegen hinter der Erde, wird es auf ihm finster: Die Erde wirft ihren Schatten, von Wissenschaftlern "Umbra" genannt, auf ihren kleineren Trabanten. Dabei kommt es häufiger zu sogenannten partiellen Mondfinsternissen. Das bedeutet, die Erde blockiert nur einen Teil des Lichtes. Der Teil des Lichts, der durch unsere Erdatmosphäre scheint und auf den Mond trifft, wird von ihr gefiltert. Farben, mit kurzwelligem Licht, also Blautöne und Violett, zerstreuen sich hier. Farbtöne mit langwelligem Licht, Rot und Orange, hingegen dringen besser durch die Atmosphäre hindurch und erreichen den Mond.

Dieses Phänomen führt schließlich dazu, dass der Mond rötlich bis orangefarben erscheint. Je mehr Staub und Wolken sich in der Atmosphäre auf dem Weg des Lichts befinden, desto rötlicher erscheint der Mond. Eine solche Mondfinsternis wird daher auch "Blutmond" genannt. 

Im Schnitt zwei Finsternisse pro Jahr erwartet 

Laut Nasa wird es in naher Zukunft viele weitere Gelegenheiten zur Beobachtung eines "Blutmondes" oder einer Sonnenfinsternis geben: Für die kommenden acht Jahrzehnte werden 179 weitere Mond- oder Sonnenfinsternisse prognostiziert – das entspricht einem Durchschnitt von zwei pro Jahr.