Mit der Ökostrom-Umlage finanziert der Verbraucher all jene, die von Solaranlagen oder Windrädern profitieren. Und das nicht schlecht: Allein heuer wurden bisher knapp 15 Milliarden Euro fällig.

Die Umlage treibt den Strompreis, und sie hat sich seit 2010 verdreifacht. Nicht naturgegeben, denn Sonne und Wind kosten nichts. Der Bundesgesetzgeber aber hat, politisch gewollt, den Markt ausgehebelt und für ein Paradoxon gesorgt: Je mehr - eigentlich billiger - Ökostrom im Netz ist, desto teurer wird die Kilowattstunde, weil diesen Einspeisern üppige Vergütungen garantiert sind. Nun soll die Umlage sinken, und zwar um das Viertel eines Cent.
Toll.

Noch toller ist, dass dies den Verbrauchern verkauft wird als Stabilisierung der stetig steigenden Strompreise.
Denn: Das Gegenteil ist der Fall. Die marginale Senkung der Umlage wird nicht mehr sein als eine - kurze - Atempause. Sie ist nicht etwa das Ergebnis sinnvollen politischen Handelns, das einen verhängnisvollen Mechanismus wirksam unterbräche: Die Verbraucher haben, derzeit noch, überbezahlt.

Strom wird teurer werden. Der Staat schiebt, bei Einspeisevergütungen für Öko-Strom, eine 200 Milliarden Euro hohe Bugwelle vor sich her. Die trägt, mit Sicherheit, der Verbraucher ab.