Frischgebackene Mütter und Väter müssen sich in der heutigen Zeit längst nicht mehr nur um ihr Baby kümmern - sie müssen Experten in Sachen Finanzen und Zeitplanung sein. Stichwort Elterngeld: Wer bekommt es, wie wird es berechnet, wo wird es beantragt, wie viel darf man in der Elternzeit arbeiten und wie kann man im Ernstfall seine Ansprüche durchsetzen? Fragen über Fragen, auf die es bei einer Telefonaktion dieser Zeitung Antworten gibt.

Am Montag, 3. August, sind von 16.30 bis 18 Uhr zwei Expertinnen am Telefon in unserer Bamberger Zentralredaktion zu erreichen: Freya Zechmair, Diplom-Pädagogin von Profamilia Bamberg, und Corinna Hoffmann, Fachanwälting für Familienrecht in Bamberg.

Freya Zechmair ist Diplompädagogin, Diplom-Sozialpädagogin, Systemische Beraterin sowie Leiterin der Schwangerenberatungsstelle bei profamilia Bamberg. Bei unserer Telefonaktion am 3. August gibt sie von 16.30 bis 18 Uhr Infos rund um die Berechnung des Elterngeldes unter 0951/188-221.

Corinna Hoffmann ist Rechtsanwältin und Fachanwältin für Familienrecht in Bamberg. Sie berät Anrufer unserer Telefonaktion in rechtlichen Fragen und gibt Tipps, wie man Ansprüche durchsetzen kann. Hoffmann ist am 3. August von 16.30 bis 18 Uhr unter Telefon 0951/188-226 zu erreichen.

Aus ihrer täglichen Praxis wissen Zechmair und Hoffmann um die Fragen, die sich Eltern stellen. Allein die Unterscheidung zwischen Basiselterngeld, Elterngeld Plus und Partnerschaftsbonusmonaten, die seit 1. Januar 2015 relevant ist - in diesen Themen sorgen die Expertinnen für Aufklärung.

Soviel vorneweg: Anspruch auf Elterngeld haben Mütter und Väter, die ihre Kinder in Deutschland im eigenen Haushalt selbst betreuen und weniger als 30 Stunden in der Woche arbeiten. Die Höhe des Elterngeldes richtet sich nach dem Einkommen des Elternteils, der die Kinderbetreuung übernimmt. In der Regel ersetzt das Elterngeld 65 bis 67 Prozent des letzten Nettoeinkommens. Es beträgt mindestens 300 und höchstens 1800 Euro.
Zur Berechnung wird das Durchschnittsbruttoeinkommen des betreuenden Elternteils der letzten zwölf Monate ohne Einmalzahlungen zugrunde gelegt. Davon wird ein pauschalierter Betrag für Steuern und Sozialabgaben abgezogen. Dieser hängt von unter anderem von Lohnsteuerklasse, Kirchensteuerpflicht, Kinderfreibeträgen oder der Sozialversicherungspflicht ab.

Neu gemischt wurden die Karten am 1. Juli: Mit der Einführung des Elterngeld Plus können statt einem Monat Basis-Elterngeld zwei Monate Elterngeld Plus beantragt werden. Damit verlängert sich die Bezugszeit auf bis zu 28 Monate, der Gesamtbetrag bleibt jedoch gleich.

Außerdem werden beim Elterngeld Plus neue "Partnerschaftsbonusmonate" eingeführt. Voraussetzung dafür: Vater und Mutter arbeiten gleichzeitig mindestens vier Monate lang zwischen 25 und 30 Stunden pro Woche. Dafür muss von beiden Arbeitgebern eine Bescheinigung vorliegen.

Klingt kompliziert? Rufen Sie am Montag, 3. August, zwischen 16.30 und 18 Uhr an und holen Sie sich die nötigen Basis-Infos sowie rechtliche Tipps. Die Anrufe sind kostenlos und werden auf Wunsch anonym beantwortet.