• Nach Bayern will auch Niedersachsen
  • Jugendliche von 2G-Regeln betroffen
  • In Bayern liegt die Grenze bei 12 Jahren und 3 Monaten 
  • So soll die Kontrolle stattfinden

 Die Stiko-Empfehlung für die Impfung von 12- bis 17-Jährigen gibt es bereits seit dem Sommer. Minderjährige können jedoch nicht selbst entscheiden, ob sie sich impfen lassen oder nicht - diese Entscheidung treffen in der Regel die Eltern. Dennoch werden Kinder ab 12 Jahren und 3 Monaten durch die ausgeweitete 2G-Regel in Bayern von vielen Lebensbereichen ausgeschlossen. Es gibt zwar die Übergangsregelung bis Ende Dezember - ungeimpfte 12- bis 17-Jährige, die in der Schule regelmäßig negativ getestet werden, haben trotz der neuen 2G-Regelungen Zutritt zu sportlichen, musikalischen oder schauspielerischen Aktivitäten - dennoch unterliegen sie vielen Beschränkungen. Besuche von Kulturveranstaltungen, Gastronomie und Co. sind zum Beispiel verboten. Nun will noch ein Bundesland verschärfen. 

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2G für Jugendliche: Bald auch in Niedersachsen 

Neben Bayern sollen ab 2022 auch für Jugendliche in Niedersachsen die 2G-Regeln durchgehend gelten. Dann müssen auch sie geimpft oder genesen sein, wenn sie Zugang zu allen Bereichen des Lebens wollen. "Wir brauchen gerade mit Blick auf die anstehenden Herausforderungen mit dem Omikron-Virus eine möglichst hohe Impfquote bei den Jugendlichen, bei denen wir derzeit hohe Infektionszahlen verzeichnen", so Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) zur Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ). 

Bisher sind in dem Bundesland Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren von der 2G-Regelung ausgenommen. Nun sei die Empfehlung zur Impfung in dieser Altersgruppe aber auch schon eine Weile her und daher hätten sich nun alle impfen lassen können, so Weil weiter.

Damit gelten bald sowohl in Niedersachsen als auch in Bayern 2G-Regeln auch für Minderjährige.

2G-Regeln in Bayern: Was gilt bei privaten Treffen für Jugendliche?

Zum Beispiel was privaten Treffen betrifft. Denn für Ungeimpfte und Nicht-Genesene gelten in Bayern derzeit strikte Kontaktbeschränkungen. Menschen ohne zwei 2G-Nachweis dürfen sich nur noch mit Angehörigen des eigenen Hausstands und höchsten zwei weiteren Personen eines weiteren Hausstands treffen.

Geimpfte, Genese und Kinder unter 12 Jahren und 3 Monaten werden nicht mitgezählt. Für Kinder über 12 Jahren und 3 Monaten gilt diese Regel sehr wohl. Somit sind Treffen nach der Schule oder die Geburtstagsfeier mit Freunden derzeit nicht erlaubt. 

Erst seit dieser Woche wird auch der Einkaufsbummel für Kinder und Jugendliche schwierig. Denn seit Mittwoch (8. Dezember) gilt im Einzelhandel 2G. Außer zu Läden des täglichen Bedarfs, haben Ungeimpfte und Nicht-Genesene keinen Zutritt mehr. Das gilt auch für Kinder ab 12 Jahren und 3 Monaten, denn die Übergangsregelung gilt für den Einzelhandel nicht. 

Corona-Regeln für Jugendliche: Wie sollen sie kontrolliert werden? 

Doch wie soll das Alter überhaupt kontrolliert werden? In Deutschland gibt es die Ausweispflicht. Demnach sind Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahren dazu verpflichtet, einen gültigen Ausweis mit Lichtbild zu besitzen. Es ist zwar auch möglich für unter 16-Jährige einen Personalausweis zu beantragen – Pflicht ist das aber nicht.

Wie soll man also bei einer Kontrolle feststellen können, ob ein Kind älter oder jünger als 12 Jahre und 3 Monate ist? Im Rahmen der 3G- und 2G-plus-Regel steht in der Landesverordnung, dass Kinder und Jugendliche bei einer Kontrolle einen Altersnachweis beziehungsweise einen Schülerausweis brauchen. Daraus kann geschlossen werden, dass das Alter auch bei der 2G-Regel durch den Schülerausweis kontrolliert wird. 

Impf-Empfehlung für Kinder zwischen 5 und 11

Am Mittwoch (9. Dezember) sprach die Ständige Impfkommission(Stiko) eine neue Impfempfehlung aus: Kinder von 5 bis 11 Jahren mit Vorerkrankungen wird eine Impfung gegen Covid-19 empfohlen. Bei individuellem Wunsch gelte das ebenfalls für Kinder ohne Vorerkrankungen. „Auch Kinder mit Kontakt zu Risiko-Patientinnen und -Patienten werden in der Empfehlung besonders erwähnt - was mir sehr am Herzen liegt, denn dazu gehören oft die Großeltern. So werden auch Oma und Opa geschützt“, sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek(CSU).

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