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Stiftung Warentest: Elf Kaffeevollautomaten getestet - Ergebnis überraschend gut

Am Morgen ist das Getränk bei vielen fast nicht wegzudenken: Der Kaffee. Als beliebter Wachmacher ist er auf verschiedensten Arten erhältlich und auch das Angebot der Kaffeevollautomaten steigt. Doch taugen diese etwas? Stiftung Warentest macht den Test.
 
Ganze zehn der elf getesteten Kaffevollautomaten schnitten mit der Note "gut" ab. Symbolfoto: Marcus Brandt/dpa Marcus
Ganze zehn der elf getesteten Kaffevollautomaten schnitten mit der Note "gut" ab. Symbolfoto: Marcus Brandt/dpa Marcus

Ob Cappuccino, Espresso, schwarzer Kaffee oder Latte Macchiato - das belebende Heißgetränk gibt es in vielen Formen und für fast jeden Geschmack ist etwas dabei. Immer mehr Kaffeevollautomaten mit verschiedensten Funktionen kommen auf den Markt und sind in den meisten Fällen auch nicht ganz günstig - doch bei welchen Automaten lohnt es sich, das Geld zu investieren?

Stiftung Warentest prüfte 2019 elf verschiedene Kaffeevollautomaten und kommt zu einem erfreulichen Ergebnis: Zehn von elf Automaten überzeugen mit der Note "gut". Nur einer schneidet mit "befriedigend" weniger gut ab.

Kaffeevollautomaten bei Stiftung Warentest - diese Kriterien wurden bewertet:

Technischer Aspekt

Da es morgens das ein oder andere Mal etwas schneller gehen muss, wurde ein Augenmerk auf die Aufheizzeit gelegt. Als diese zählt die Zeit zwischen dem Einschalten der Maschine bis zur Betriebsbereitschaft. Weiterhin wurden Temperaturunterschiede zwischen der ersten und zweiten Tasse Kaffee notiert und auch darauf geachtete, wie sehr der Milchschaum (sowohl bei manuellem Schäumen als auch beim Schaum aus der Maschine) innerhalb von drei Minuten nach Brühen des Kaffees in sich zusammen fiel.

Geschmack

Die Maschinen wurden im Test auf den Werkseinstellungen belassen. Daraufhin testete ein auf Kaffeeverkostungen spezialisiertes Team aus acht Personen die Ergebnisse der verschiedenen Vollautomaten. Bewertungskriterien waren Mundgefühl, Crema und Geruch des Kaffees sowie Aussehen, Geruch, Mundgefühl und Geschmack des Milchschaums.

Handhabung

Bei der Handhabung der Kaffeemaschinen achteten die fünf erfahrenen Nutzer auf spezifische Prozesse, die auch von unerfahrenen Nutzern beim Bedienen der Maschine häufig durchgeführt werden müssen.

Es wurde beispielsweise der Wassertank gelehrt und wieder aufgefüllt, der Bohnenbehälter befüllt und die Geräte wurden gereinigt. Weiterhin wurde das Innere nach Gebrauch inspiziert. Auf Kaffeepulverreste, Feuchtigkeit und schwere Zugänglichkeit des Innenraums wurde geachtet.

Stiftung Warentest kommt zu einem Ergebnis: Zehn von elf Kaffeevollautomaten "gut"

Bei den elf getesteten Automaten handelte es sich bei sieben um Geräte mit Milchschaumautomatik, bei zwei um Produkte mit Düsen für manuelles Aufschäumen und bei zwei weiteren um Geräte ohne separate Milchfunktion.

Die besten drei Vollkaffeeautomaten

Unter den Geräten mit Milchschaumautomatik schnitt die Melitta Caffeo Barista TS Kaffeemaschine, so wie fünf weitere Produkte, mit "gut" ab. Preislich liegt das Gerät zwischen 800 und 960 Euro. Der gebrühte Kaffee schneidet bei den Testern sehr gut ab, auch der Milchschaum wird gelobt. Weiterhin ist die Aufheizzeit gering und die Handhabung überzeugt. Reinigung und Entkalkung bereiten keine Probleme.

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Als Vollkaffeemaschine mit manuellem Milchaufschäumer überzeugt Philips EP2220/10. Preislich liegt das Produkt in einem wesentlich niedrigeren Bereich. Im Schnitt zahlt man zwischen 298 Euro und 400 Euro, die Preise pendeln sich in der Regel bei circa 315 Euro ein. Bis auf den Stromverbrauch, welcher nur mit "befriedigend" bewertet wurde, konnten alle Aspekte der Maschine mit der Note "gut" versehen werden. Die Zubereitung der Getränke ist einfach, Reinigung und Entkalkung gut machbar, die Kaffeestärke und Aufheizzeit sind beide gut und auch der Milchschaum überzeugt.

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Auch die Kaffeemaschinen ohne jegliche Milchschäumfunktion konnten mit "gut" bewertet werden. Mit einem moderaten Preis zwischen 230 Euro und 380 Euro beweist sich die Severin KV 8090 im Test. Wie bei den anderen beiden Produkten können Handhabung, technische Aspekte, Umwelteigenschaften und Geschmack insgesamt überzeugen. Die Bewertung des Milchschaums wurde bei dieser Kaffeemaschine jedoch ausgelassen, da er von Hand angefertigt werden muss und der Geschmack und das Aussehen daher vom Können der Person selbst abhängig sind.

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Ein Produkt konnte nur mit "befriedigend" bewertet werden:

Schlechter als "gut" schnitt im Test tatsächlich nur ein Kaffeevollautomat ab: Krups Quattro Force EA819. Das Produkt wurde mit "befriedigend" bewertet. Schwierigkeiten treten hier vor allem bei der Handhabung auf. Die Reinigung und Entkalkung sowie die Bedienung sind komplizierter als bei den anderen Maschinen und auch die allgemeine Hygiene überzeugt nicht. Der Teilbereich wurde mit "ausreichend" bewertet und zieht die sonst gute restliche Bewertung somit runter.

Abschließend kann also gesagt werden, dass Kaffeevollautomaten in den meisten Fällen zwar etwas teurer sind, sich der Preis aber auch rentiert. Die Qualität des Kaffees ist gewährleistet und die spannendsten Kaffeevariationen können ganz einfach auch von unerfahrenen Benutzern gebrüht werden.

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