• Fakten rund um das Potenzmittel Viagra
  • So wirkt Sildenafil bei Männern
  • Das passiert, wenn Frauen Viagra einnehmen

Der Wirkstoff Sildenafil ist als Viagra bekannt. Dabei soll es Männern mit einer Impotenz dabei helfen, die Erektionsfähigkeit zu verbessern. Ob diese Wirkung auch bei Frauen erwartet werden kann, haben verschiedene Studien unter die Lupe genommen.

Viagra: Das solltest du über das Potenzmittel wissen

Der Arzneistoff heißt eigentlich Sildenafil und wird nur umgangssprachlich Viagra genannt. Grundsätzlich handelt es sich bei Viagra um Tabletten, welche verschreibungspflichtig sind; sie können ohne ärztliches Rezept also nicht erworben werden. Preislich liegen 50 mg laut Stiftung Warentest etwa zwischen 3,25 € und 14,75 €.

Entdeckt wurde der Wirkstoff im Jahr 1998 von dem Pharmakonzern Pfizer. Sildenafil ist heute vor allem als Potenzmittel bekannt, jedoch war es ursprünglich als Bluthochdruckmedikament gedacht. Nur als "Nebenwirkung" wurde entdeckt, dass das Mittel Männern mit einer Erektionsstörung dabei helfen kann, diese zu behandeln. Das Unternehmen war es dann, welches die Tabletten mit dem Namen Viagra anschließend auch auf den Markt brachte und damit eine neue "sexuelle Revolution" auslöste.

Es handelt sich bei dem Wirkstoff um einen sogenannten PDE-5-Hemmer; dieser ist in der Lage, ein bestimmtes Enzym (Phosphodiesterase 5) zu hemmen. Infolgedessen kommt es zu einer Erweiterung der Gefäße, wodurch Bluthochdruck behandelt werden sollte. Der Fokus lag dann aber auf der relaxierenden Wirkung des Mittels auf die Blutgefäße: Dies hat zufolge, dass Sildenafil heute hauptsächlich als Potenzmittel verwendet wird, aber auch in der Behandlung der pulmonalen Hypertomie angewendet wird.

Klassische Funktionsweise von Viagra bei Männern

Viagra ist unter Männern sehr bekannt. Wie hoch die Dosis sein muss, hängt dabei von dem Blutzufluss und dem Blutabfluss der Schwellkörper des Penis ab. Diese sind von Mann zu Mann unterschiedlich und sorgen auch dafür, dass das Ausmaß und die Dauer der Viagra-Wirkung stark variiert. Die höchste Konzentration und somit die stärkste Wirkung sind nach etwa 40 Minuten bis vier Stunden nach der Einnahme zu erwarten.

Die PDE-5-Hemmer wirken auf die glatten Blutgefäße, die den Schwellkörper des Penis versorgen, relaxierend. Leidet ein Mann an einer erektilen Dysfunktion, wird es ihm durch die relaxierende Wirkung erleichtert, eine Erektion zu bekommen: Das arterielle Blut kann durch die vergrößerten Gefäße einfacher in das Glied fließen. Die Hemmer wirken jedoch auch nur dann, wenn im Hirn ein sexueller Reiz ausgelöst wird. Dieser Reiz wird in Form von Impulsen durch die Nerven bis an das Geschlechtsorgan geleitet, wo die PDE-5-Hemmer abschließend als eine Art "Bindeglied" zwischen der Erregung und der Erektion fungieren kann.

In einer entsprechenden Studie wurde herausgefunden, dass bei einer Dosis von 100 mg Sildenafil 69 % der Testpersonen mit einer erektilen Dysfunktion eine Erektion aufrechterhalten konnten. In einer Placebo-Gruppe waren es gerade einmal 22 %.

Das bewirkt Viagra bei Frauen

Welche Auswirkungen Viagra auf Frauen hat, ist vielen nicht bewusst - schließlich hat Viagra einen allgemeinen Ruf als Potenzmittel für Männer. Eine Studie der University of New Mexico beschäftigte sich jedoch mit genau dieser Fragestellung.

Laut den Untersuchungen sei es für Frauen mit keinem gesundheitlichen Risiko verbunden, die Pille einmalig einzunehmen. Jedoch ist auch mit keiner positiven Wirkung zu rechnen: In den meisten Fällen bewirkte die Pille keine Veränderung.

Vermutet wurde, dass  Frauen, die unter sexuellen Dysfunktionen aufgrund von Serotin-Wiederaufnahmehemmern leiden, von der Potenzpille profitieren können. Hier wurde bei einer entsprechenden Studie daraufhin tatsächlich herausgefunden, dass sich das Sexualleben der Testpersonen verbessert hat. Etwa 72 % der Frauen berichteten von einer vergrößerten Erregbarkeit und einer damit folgernden verstärkten Fähigkeit, einen Orgasmus zu bekommen. In diesem speziellen Fall kann Viagra also auch für Frauen wirksam sein. Dennoch sind die festgestellten Nebenwirkungen der Viagra-Einnahme nicht zu unterschätzen: Viele der Probandinnen litten an Kopfschmerzen, Hitzewallungen und Verdauungsbeschwerden. Grundsätzlich ist Frauen also von einer Einnahme von Viagra abzuraten.

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