• Diabetes, Herzinfarkt, Demenz: Bier kann verschiedenen Krankheiten vorbeugen
  • Aber Obacht: Exzessiver Alkoholkonsum führt jedoch zu gesundheitlichen Problemen
  • Viele fragen sich: Ist das tägliche Feierabendbier schon zu viel?

Oberfranken ist eine einzigartige Bierregion - nirgends sonst gibt es so viele Brauereien. Der Gerstensaft hat aber nicht nur eine lange Tradition, sondern auch die eine oder andere positive Eigenschaft. So soll es beispielsweise  Herzinfarkten oder Schlaganfällen vorbeugen und die Knochendichte erhöhen. Auch in Sachen Demenz gibt es verblüffende Erkenntnisse.

Gesund und lecker: Bier kann Krankheiten vorbeugen

Bei einem maßvollen Konsum stimmt das auch. Als akzeptable Menge Alkohol nennt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V.  10 Gramm Alkohol pro Tag für gesunde Frauen und 20 Gramm pro Tag für gesunde Männer. 20 Gramm entspricht etwa einem halben Liter Bier. Exzessiver Bierkonsum kann jedoch erhebliche negative Folgen für den Körper haben und Krankheiten wie Krebs oder Leberentzündungen begünstigen. Bier ist also nur gut für den Körper, wenn man es gewissenhaft und maßvoll trinkt!

1. Bier erhöht die Knochendichte: Bier kann laut US-Forschern Knochenschwund vorbeugen. Ihr Fazit lautet: Bier, das mit viel Hopfen und viel gemalzter Gerste hergestellt wird, enthält den größten Anteil eines knochenstärkenden Minerals, so die Ergebnisse des "Journal of the Science of Food and Agriculture“. Gemäßigter Bierkonsum kann sogar Osteoporose entgegenwirken.

2. Bier senkt das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung: Verschiedenste Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass ein geringer bis moderater Alkoholkonsum von 10 bis 25 Gramm pro Tag, was ein bis zwei Gläsern Bier von 0,3 Litern entspricht, einen positiven Effekt auf das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen hat. Eine Studie stellte fest, dass bei moderatem Biergenuss das Herzinfarkt-Risiko um 30 Prozent sinkt. Sowohl bei häufigem Bierkonsum als auch bei völligem Verzicht auf Bier liegt das Risiko demnach höher. Laut dem Deutschen Ärzteblatt erfolgt die kardioprotektive Wirkung offenbar durch ein komplexes Zusammenspiel verschiedenster Mechanismen wie Erhöhung des HDL-Cholesterinspiegels oder eine verminderte Neigung zur Thrombosebildung, aber auch durch Effekte auf die Stressempfindung und Stresskontrolle.

Positiver Effekt: So wirkt sich Bier auf Cholesterin und Diabetes aus

3. Bier wirkt sich positiv auf den Cholesterinspiegel aus: Bei einer Studie der Universität von Pennsylvania stellte sich heraus, dass bei denen, die regelmäßig moderate Mengen an Alkohol zu sich nahmen, die Cholesterin-Werte besser waren, als bei solchen, die überhaupt keinen Alkohol zu sich nahmen. Besonders Bier trägt dazu bei, den Anteil des gesunden HDL-Cholesterins im Körper zu erhöhen, beziehungsweise den Abbau zu verlangsamen. Dadurch schützt es vor Herzinfarkt und Schlaganfall.

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4. Bier senkt das Risiko für Diabetes: Wer an drei bis vier Tagen pro Woche Alkohol trinkt, besitzt laut einer Studie des Statens Institut for Folkesundhet ein geringeres Diabetesrisiko. Mäßiger Alkoholkonsum könnte laut der Studie vor der Entwicklung eines Typ 2-Diabetes schützen. Laut der Studie erkrankten Männer die 14 alkoholische Getränke und Frauen die 9 alkoholische Getränke pro Woche konsumierten, am seltensten an der Stoffwechselstörung. Menschen mit bestehendem Typ 2-Diabetes wird jedoch abgeraten, übermäßig viel Alkohol zu konsumieren. Alkohol kann die Freisetzung von Glukose aus der Leber hemmen, was bei Diabetikern eine Hypoglykämie provozieren kann.

5. Bier kann helfen, Nierensteine auszuspülen: Diese Annahme ist weit verbreitet. Sicher ist, dass Alkohol und vor allem Bier wassertreibend wirkt. Diese harntreibende Wirkung des Biers führt dazu, dass die Nieren gut durchgespült werden und das wiederum führt dazu, dass mögliche Steine ausgespült werden könnten. Das Problem dabei: Alkohol trocknet den Körper nach dieser Überflutung aus und der Urin dickt ein, was zu größeren Steinen führen kann. Wesentlich empfehlenswerter ist alkoholfreies Bier. Es ist isotonisch, hat die positiven Wirkungen von Bier, aber ohne die schädlichen Wirkungen des Alkohols.

Bier schützt vor Demenz: Maßvolle "Trinker" im Vorteil

6. Bier kann vor Demenz schützen: Forscher fanden in einer Studie heraus, dass Menschen, die jahrzehntelang keinen Alkohol tranken, ein deutlich höheres Risiko haben, im Alter an Demenz zu erkranken, als moderate Trinker. Die Wahrscheinlichkeit, als Abstinenzler an Alzheimer oder anderen Demenzformen zu erkranken, ist statistisch gesehen höher, als bei maßvollen Trinkern. Alkoholmissbrauch hingegen erhöht das Risiko, an Demenz zu erkranken stark. 

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