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Gemüsebeet anlegen: Selbstangebautes Gemüse in vier einfachen Schritten

Selbst angebautes Gemüse schmeckt meist besser und intensiver als Gemüse aus dem Supermarkt. Viele Gartenanfänger fürchten sich jedoch vor der Herausforderung, ein eigenes Gemüsebeet anzulegen. Dabei ist das gar nicht so schwer: Wir zeigen Ihnen, die vier simplen Schritte zum Gemüsebeet.
 
Frisches Gemüse
Das ganze Jahr frisches Gemüse aus dem Garten ernten ist gar nicht schwer. Wir erklären in 4 Schritten, wie man das perfekte Gemüsebeet anlegt! Bild: pinkyone/ stock.adobe.com
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Ein Gemüsebeet anlegen ist leichter als gedacht, doch für so manch einen unerfahrenen Beetbesitzer ist der Eintritt in die Gemüsewelt im ersten Moment vielleicht überrumpelnd. Es gibt auch am Anfang viel zu beachten: Standort, Bodenqualität, Beetform, erste Anzucht und die idealen Obst- und Gemüsesorten. Bevor wir Ihnen die vier Schritte zum perfekten Gemüsebeet zeigen, sollten vorweg erstmal die wichtigsten Fragen geklärt werden. 

Faktencheck Gemüsebeet

Jeder Anfang ist schwer – auch der Anfang beim Gemüsebeet. Der Plan eines eigenen Gemüseanbaus wirft zunächst viele Fragen auf. Wir haben uns den häufig gestellten Fragen gewidmet: 

Wann ist der richtige Zeitpunkt für ein Gemüsebeet?

Der ideale Zeitpunkt ist das Frühjahr. Der Garten erweckt zum Leben und für viele Gemüsesorten heißt es „Ab ins Beet!“. Aber auch in den Sommermonaten lohnt es sich noch ein Beet anzulegen. Es gibt viele Gemüsesorten, die dann erst angepflanzt werden und bis in den Winter hinein abzuernten sind. 

Welche Geräte braucht man für das Gemüsebeet?

Neben den typischen Gartengeräten, wie Schaufel, Spaten, Gießkanne und Gartenschere lohnen sich auch noch folgende Geräte: 

  • Schubkarre
  • Scharfes Messer/ Schere
  • Kultivator
  • Grabegabel
  • Rechen

Lohnt sich ein Gemüsebeet?

Ein Gemüsebeet ist mit zusätzlicher Arbeit verbunden. Da fragt man sich lieber zweimal, ob sich ein Gemüsebeet überhaupt lohnt. Der Ertrag reicht meist nicht aus und in den Supermarkt muss man dann immer noch fahren. Aber trotzdem lohnt sich ein Gemüsebeet. Neben der Arbeit macht es auch Spaß den Gemüsepflanzen beim Wachsen zuzuschauen. Außerdem schmecken die Gemüsesorten meist intensiver als bei den aus dem Supermarkt. Besonders für Kinder ist es interessant zu lernen, woher das Gemüse kommt, dass sie tagtäglich essen. 

Wie viel Platz braucht ein Gemüsebeet?

Ein Gemüsebeet hat keine festgelegten Platzansprüche. In einem kleinen Garten kann auch Gemüse angebaut werden; sogar ein Balkon eignen sich. Man muss nur wissen, wie man es macht. Viele Gemüsesorten können auch im Topf kultiviert werden. Tomaten zum Beispiel eignen sich ideal für einen Balkon. Aber auch Hochbeete ermöglichen einen platzsparenden Gemüseanbau. 

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Schritt 1: Die richtige Lage 

Beim Anlegen eines Gemüsebeetes gibt es einiges zu beachten. Doch vor allem die Lage und die Größe sind zu Beginn eine wichtige Entscheidung. Als allererstes sollten Sie sich auf einen Standort im Garten festlegen. Viele beliebte Gemüsepflanzen, wie Tomaten oder Salat sind Sonnenanbeter und brauchen etwa 4-5 Stunden Sonne am Tag, daher sollte er möglichst sonnig liegen.  Aber auch im Halbschatten ist ein ertragreicher Gemüseanbau möglich. Spinat und Brokkoli beispielsweise sind aber auch mit etwas weniger Sonnenstunden am Tag zufrieden.  

Die Größe macht ein gutes Gemüsebeet nicht aus. Je nachdem welche Ansprüche Sie haben, reicht ein kleinerer Naschgarten mit 5-6 verschiedenen Obst- und Gemüsepflanzen vollkommen aus. Möchte man sich komplett selbst versorgen, oder Kartoffeln anbauen, braucht man schon etwas mehr Platz. Auch über einen Wasseranschluss, Wege zwischen den Beeten und zum Geräteschuppen, oder den Standort für einen Kompost oder ein Gewächshaus ist es sinnvoll nachzudenken. Es kann hilfreich sein, sich vorher eine Skizze anzufertigen, wie der Gemüsegarten aussehen soll und welche Elemente, wo am besten aufgehoben wären. 

Schritt 2: Die richtige Form

Bei der Ausformung der Beete sind keine Grenzen gesetzt. Der klassische Bauerngarten besteht aus einem Kreuz mit zwei Hauptwegen und einem zentralen Element in der Mitte. Das kann beispielsweise eine Bank, eine Rose, oder ein Brunnen sein. Die Wege legt man aber am besten so an, wie es für den jeweiligen Garten am sinnvollsten erscheint. Eine rechteckige Grundform hat sich unter vielen Gemüsegärtnern aber bewährt, da man so gut an die Beete herankommt. Die optimale Beetbreite beträgt etwa 1,20 Meter. Zwischen den Beeten sollte man zudem Platz für die Wege einplanen, um die Beete von allen Seiten gut erreichen zu können. Wege sollten mindestens 80 cm breit sein, sodass auch eine Schubkarre dort Platz findet. Aus welchem Material der Weg besteht ist wieder Geschmackssache, einige verlegen einfache Holzbretter, andere legen Steinplatten für den Weg aus. Auch Kies oder Rindenmulch sind bei einigen Hobbygärtnern beliebt.

Wenn der Garten in der Nähe eines Walds liegt, könnte es zudem hilfreich sein einen Zaun zu ziehen oder rund herum Hecken zu pflanzen. Bei Heckenpflanzen sollte man allerdings darauf achten, dass man genügend Abstand zu den Beeten lässt. An den Zaun kann man hochwachsende Blumen oder Kletterpflanzen setzen, die dann im Sommer nicht nur schön aussehen, sondern den Beeten auch noch etwas Windschutz bieten. 

Schritt 3: Das Beet richtig vorbereiten

Sobald die Fläche für das Beet ausgewählt ist, geht es an die Bodenbearbeitung. Einige Hobbygärtner lassen ihren Boden vorher einer professionellen Bodenanalyse unterziehen. 
Bei einer kleinen Bodenanalyse kann man selbst Hand anlegen. Sie ist nicht sehr aufwendig. Eine genauere Bodenanalyse kann man anfordern, das ist in der Regel nicht sehr teuer und man hat Gewissheit über die Bodenart, die Hauptnährstoffe, den ph-Wert und den Humusgehalt. 

Auch interessant: Bodenanalyse – so wird’s gemacht

Ist die Fläche mit Gras bewachsen, sollte man die Grasnarbe flach abstechen. Am einfachsten geht diese Arbeit mit einem kleinen Bagger, sie ist aber auch mit einem Spaten möglich. Je nachdem wie kräftig und fit man ist, kann die oberste Schicht auch zwei Spaten tief umgegraben werden. Diese Arbeit nennt man Holländern.
Beim Umgraben der oberen Erdschicht werden vermutlich einige Steine und Wurzelkräuter zum Vorschein kommen. Diese sollte man aus der Erde heraus sammeln. Mit den Steinen kann man dann beispielsweise an einer anderen Stelle im Garten ein Trockenbiotop anlegen. Ist die Beetfläche umgegraben, ist es sinnvoll direkt eine Beetabgrenzung einzubauen, damit der Rasen nicht immer wieder in das Beet wächst. Dafür eignen sich beispielsweise Rasenkanten aus dem Gartenmarkt, aber auch mit Holz oder Steine kann man eine Rasenkante ziehen.

Um die Bodenqualität für die Gemüsepflanzen zu verbessern, ist es sinnvoll vor allem am Anfang, aber auch danach regelmäßig Kompost und/ oder Pferdemist in die Erde zu mischen. Auch Gründüngung kann die Nährstoffe im Boden verbessern. Für den optimalen Gemüseboden braucht es etwas Zeit. Durch regelmäßige Kompostgabe, Düngung und Beachtung der Fruchtfolge verbessert sich der Boden aber in jedem Jahr. 

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Schritt 4: Das Beet richtig planen

Ist das Gemüsebeet vorbereitet, kann es losgehen. Im ersten Jahr eines ganz neuen Gemüsegartens ist es sinnvoll erst einmal Kartoffeln anzubauen, denn die Knollen lockern den Boden schön auf. Nach der ersten Ernte ist der Boden für alle anderen Pflanzen gut vorbereitet. 
Bei der Beetplanung sollte man folgende Punkte beachten: 

  •  Welches Gemüse isst man gern? Welche Sorten gibt es nicht im Supermarkt zu kaufen?
  •  Welche Pflanzen wachsen unter meinen Klimabedingungen?
  • Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Anzucht?
  • Wie kann man das Beet optimal ausnutzen?
  • Welche Pflanzen wachsen gut zusammen? Welche nicht?


Der Nährstoffbedarf ist beim Setzen der Pflanzen entscheidend. Gemüsearten lassen sich grob in drei Kategorien einteilen: Stark-, Mittel- und Schwachzehrer. Fasst man seine ausgewählten Gemüsepflanzen in diese Kategorien zusammen, weiß man, welche Gruppen man später nebeneinander anbauen kann. 

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Auf einem frisch angelegten und frisch gedüngten Beet sollte man im ersten Jahr nur Starkzehrer anbauen. Diese kommen mit dem erhöhten Nährstoffanteil sehr gut klar. Im Jahr darauf können dann Mittelzehrer und dann die Schwachzehrer folgen. Ist die Saison der Schwachzehrer vorüber, kann man das Beet erneut düngen und erneut düngen und wieder für Starkzehrer nutzen. So wiederholt sich der Kreislauf und durch den Wechsel der Beete hält man nebenbei eine gute Fruchtfolge ein, die einen dabei unterstützt, dass weniger Schädlinge im Beet sind und auch weniger Pflanzenkrankheiten auftreten. 

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Gemüsepflanzen, die zur gleichen Pflanzenfamilie gehören, wie zum Beispiel Kohl, sollten erst nach ein paar Jahren wieder an den gleichen Platz gesetzt werden. 
Um die ganze Gartensaison ernten zu können, ist es zudem wichtig, die Kulturdauer der Gemüsepflanzen zu beachten. Gerade für Anfänger ist es daher sinnvoll sich in der lokalen Gärtnerei beraten zu lassen, damit die Beete nicht nach der ersten Ernte leer stehen. Wenn man Haupt-, Vor- und Nachkultur clever im Beet kombiniert, und zusätzlich ein Hoch- oder Frühbeet besitzt kann das ganze Jahr frisches Gemüse ernten. 

Unser Gartenexperte Jupp Schröder gibt Tipps zur Paarung im Gemüsebeet: "Gemüsepflanzen, die sich mögen und ergänzen sind Möhren und Zwiebeln. Rote Beete passt auch gut neben Lauch oder Kohlrabi, Paprika zu Möhren und Erdbeeren mit Petersilie. Aber auch Lauch und Knollensellerie oder Erbsen und Kohlrabi vertragen sich sehr gut. Salat kann gut mit Möhren, Bohnen oder Knollenfenchel kombiniert werden. Ergänzungen mit Sommerblumen wie Tagetes oder Ringelblumen führen zur Gesundung des Bodens und zum biologischen Gleichgewicht."

 

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