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Wildblumenwiese anlegen: der Weg zum kunterbunten Blumenmeer

Wildblumen schmücken im Frühsommer unsere Landschaften. Erst kommen nur ein paar Löwenzahnblüten und dann folgen immer mehr: Mohn, Glockenblumen, Kornblumen und Margeriten. Zusammen bilden Sie ein kunterbuntes Blumenmeer und einen idealen Ort für Insekten.
 
Wildblumenwiese: So legen Sie sich ein kunterbuntes Blütenmeer an
Mit Wildblumen lassen sich wunderschöne Blumensträuße basteln. Foto: (113970413)
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Schon als Kind waren Wildblumenwiesen etwas Besonderes. Pusteblumen pusten, Blumenketten aus Gänseblümchen basteln und die buntesten Blumen zu einem selbst gepflückten Strauß binden. 

Heutzutage findet man Wildblumen nicht mehr so häufig wie früher. Viele Graslandschaften wurden bebaut und der herkömmliche, gepflegte Rasen ist beliebter denn je. Und das, obwohl viel für eine Wildblumenwiese spricht - besonders im eigenen Hausgarten. 

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Wohnraum für Insekten schaffen

Für Bienen und weitere Insekten ist eine Wildblumenwiese das wahre Paradies. Es tummelt sich nur von Blüten, Blütenstaub und Nahrung. Wer der Umwelt etwas zurückgeben will, kann das mit einer Blumenwiese ganz einfach tun.

Zusätzlich ist sie eine pflegeleichtere Variante zum herkömmlichen Rasen. Wenn es hochkommt, muss sie nur zweimal im Jahr gemäht werden: im Sommer, nach der Blüte, und im Herbst. Dazu braucht das Blumenmeer keinen Dünger. Das spart Arbeit und umweltschädliche Dünger und Pestizide. 

Tipp: Zum Mähen sollten Sie lieber keinen herkömmlichen Rasenmäher verwenden. Der Wuchs ist zu hoch und zu eng, sodass der Rasenmäher nicht mehr durchkommt. Zu empfehlen sind hier Sensen, mit denen man die verblühten Blumen abschneiden kann. 

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In den meisten Blumenmischungen befinden sich auch Samen für eine handvoll verschiedener Kräuterarten. So hat man ganz nebenbei eine Hauswahl an unterschiedlichen Heil- und Küchenkräuter. 

Blumenwiese anlegen - so wird's gemacht

Die beste Zeit eine Blumenwiese anzulegen, ist der Frühling. Zwischen März und Mai ist Vegetationszeit und hier werden Blumen, Kräuter und Obst- und Gemüsesorten für den Sommer gepflanzt. 

Was brauchen Sie?

  1. Eine geeignete Fläche
  2. Eine passende Mischung an Blumen, Kräuter und Wildstauden
  3. Ausreichend Wasser

Das Anlegen einer Wiese ist alles andere als schwer. An sich funktioniert die Aussaat wie bei einer herkömmlichen Rasenwiese. Als erstes, was Sie vorbereiten sollten ist die ausgewählte Fläche. Sie sollte sonnig bis halbschattig liegen und einen nährstoffarmen Boden haben. Die meisten Wildblumen, -kräuter und -stauden können nährstoffreichen Boden nicht ab. Haben Sie einen nährstoffreichen Boden, können Sie ihn problemlos mit Sand aufarbeiten. 

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Nachdem Sie Ihre Fläche und den Boden vorbereitet haben, kommt die Aussaat. Verwenden Sie dazu entweder ein fertiges Gemisch aus ihrer Gärtnerei oder einem Gartencenter. Sie können sich aber auch aus verschiedenen Samenpackungen Ihre Wunschmischung zusammenstellen. In einer Mischpackung sind ungefähr 30 verschiedene Blumenarten und Kräuter.

Wichtig ist, dass das Mischverhältnis und die Menge stimmen. Verwenden Sie eine Mischung mit vielen heimischen Pflanzen, die bei uns in Deutschland. Sie gedeihen problemlos und bieten das ideale Habitat für Insekten. 

Bei der Menge kommt es allein auf die Größe Ihrer Fläche an. Pro Quadratmeter reichen schon vier bis fünf Gramm Samen. Wer zu viele Samen verteilt, riskiert, dass sich keine  Blumen richtig entwickeln und ansiedeln kann.

In den ersten Tagen nach der Aussaat müssen Sie der Fläche regelmäßig Wasser geben. Den Rest überlassen Sie der Natur. Außer hier und da mal gießen, können Sie sich zurücklehnen und die Blumen beim Wachsen beobachten. 

Die schönsten Blumen für Ihre Wildblumenwiese

Welche Blume sind überhaupt Wildblumen? An sich sind Wildblumen alle Blumen, die Sie genau in der Form auch in der Natur antreffen können. Sie kennen die meisten wahrscheinlich trotzdem aus dem Gartencenter. Hier ist eine Liste von Wildblumen und -kräutern, die in bei uns am besten für eine Wildblumenwiese geeignet sind. 

  • Mohn  (Papaver)
  • Gänseblümchen  (Bellis)
  • Löwenzahn (Dandelion)
  • Wilde Möhre (Daucus carota)
  • Glockenblume (Campanula)
  • Natternkopf (Echium)
  • Kornblume (Centaurea cyanus)
  • Seifenkraut (Saponaria officinalis)
  • Margeriten (Leucanthemum)
  • Rotklee (Trifolium pratense)
  • Honiggras (Holcus lanatus)
  • Hornklee (Lotus)
  • Echtes Mädesüß (Filipendula ulmaria)
  • Ferkelkraut (Hypochaeris radicata)
  • Acker-Wachtelweizen (Melampyrum arvense)
  • Lichtnelken (Silene dioica)
  • Blauer Eisenhut (Aconitum napellus)
  • Fingerhut (Digitalis)
  • Wiesen-Scharfgarbe (Achillea millefolium)

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Im Sinne der Nachhaltigkeit und zur Unterstützung der lokalen Gärtner zeigen wir keine Angebote zu Samen, Setzlingen oder Pflanzen. Bitte nutzen Sie dafür das reichhaltige Angebot und die Fachberatung Ihrer Gärtnerei.