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Der Bienenbalkon: Eine Mini-Bienenweide in Kästen

Mit bunten, nektar- und pollenreichen Blüten locken Wildblumen fleißige Bienen, Hummeln und Schmetterlinge an. Auch auf dem Balkon kann man eine Bienenweide anlegen. Michael Böhmer von Blumen Hohe bietet seinen Kunden und den hübschen Nützlingen mit vorgepflanzten Kästen die Möglichkeit einer Mini-Blumenwiese. Er erklärt uns worauf es ankommt, und welche Pflanzen bei den Insekten besonders gut ankommen.
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Bepflanzung Balkonkasten
Einen bienenfreundlichen Balkonkasten anzulegen ist gar nicht schwer. Michael Böhmer vom Familienunternehmen Blumen Hohe erklärt uns Schritt für Schritt wie's funktioniert. Foto: Dalmatin.o/ stock.adobe.com
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Insekten wie Bienen,  Hummeln, Schmetterlinge oder Schwebfliegen lieben heimische Wildblumen. Leider sind diese in unserer Landschaft und in unseren Gärten immer seltener geworden. Nun geht der Trend wieder mehr zu heimischen Pflanzen, an denen auch heimische Insekten Nahrung finden. Viele Gartenbesitzer legen Wildblumenwiesen an. Doch auch ohne Garten kann man etwas für die kleinen Lebewesen tun und sie unterstützen: Mit einer Mini-Blumenwiese im Kasten.
Naturnah gestaltete Flächen sind vor allem in der Stadt eine Chance den Lebensraum und das Nahrungsangebot für Insekten zu vergrößern.

Doch nicht nur selbst ausgesäte Wildblumen können dazu beitragen, sondern auch Kräuter und Blumensorten, die eine offene Blüte haben. „ Ein gutes Beispiel sind Blumen, wie die Margerite. Sie hat eine offene Blüte und ist daher gut zugänglich für aller Art Insekten“ erklärt Michael Böhmer. „Hingegen nicht so gut geeignet sind manche gefüllte Geranien- oder Petuniensorten. Da kommen die Bienen einfach nicht an die Pollen ran“ so Böhmer weiter.

Die Mini-Blumenwiese im Kasten: Schritt für Schritt

  1. Der richtige Balkonkasten: Grundsätzlich ist es egal welche Art von Balkonkasten verwendet wird. Michael Böhmer rät zu praktischen Bewässerungskästen aus Kunststoff. Diese sind zum einen leicht im Gewicht, zum anderen besitzen Bewässerungskästen neben dem Bewässerungssystem auch mehr Erdvolumen und einen Überlaufschutz. Bei Bewässerungskästen ist zudem keine Drainage mehr nötig.
  2. Den Balkonkasten mit guter Pflanzenerde füllen. „Es ist sehr wichtig, dass die Erde bereits vorgedüngt ist, so kann man über den Sommer weniger und organisch düngen. Zudem vermeidet man Brandflecken an den Blättern der Pflanze“ verrät Michael Böhmer.
  3. Nun kann man entweder Saatgutmischungen für Wildblumen gleichmäßig aussäen und mit dem Daumen festdrücken oder bienenfreundliche Topf- und Balkonpflanzen in den Kasten setzen.
  4. Es bietet sich an, die Kästen mit verschiedenen Pflanzen zu mischen, dass möglichst lang und bei jeder Temperatur etwas blühen kann. Ein guter Zeitraum für die Saat sind die Monate März bis Mai, bei Wildblumen ist auch eine Aussaat im Spätsommer möglich.
  5. Setzt man lieber gleich Topf- oder Balkonpflanzen, ist es wichtig, den Pflanzen etwas Platz zu geben. Etwa 10-15cm pro Pflanze rät Michael Böhmer.Wer sich bei der Auswahl der Bienenweidenpflanzen unsicher ist, sollte sich an der Standardauswahl für Pflanzen orientieren: Soll die Pflanze an einen sonnigen oder eher schattigen Standort? Wie viel Platz und Wasser benötigt die Pflanze usw.

 

Zu Michael Böhmers Favoriten für einen Bienenfreundlichen Balkonkasten zählen:

  • Mehlsalbei
  • Bundnessel
  • Bidens
  • Margerite
  • Zauberschnee
  • Männertreu
  • Kapuzinerkresse
  • Löwenmäulchen

 

 

Die Pflanzen, die es bei Blumen Hohe zu kaufen gibt sind ohne Insektizide und Wachstumshemmer produziert und helfen somit nicht nur der Erhaltung der Artenvielfalt, sondern rücken auch den ökologischen Anbau von Schnittblumen und Topfpflanzen in den Vordergrund.

Wässern und düngen

Michael Böhmer vom Familienbetrieb Blumen Hohe in Bamberg rät dazu morgens zu gießen. Wer in einer Stadt wie Bamberg, mit sehr kalkhaltigem Wasser, wohnt, füllt die Gießkanne im besten Fall schon am Abend davor. So kann sich der Kalk über Nacht absetzen und die Temperatur des Wassers passt sich der Außentemperatur an.
War es ein besonders heißer Sommertag, und man will bereits abends gießen, sollte man ebenso auf die Temperatur des Wassers achten. „Viele Pflanzen haben recht empfindliche Wurzeln, und bekommen schnell einen Schock, wenn das Gießwasser zu kalt oder zu warm war“ fügt der Blumenfachmann dazu.

Sind die Pflanzen bereits in nährstoffreiche Erde gepflanzt worden, reicht es, etwa drei Monate nach der Bepflanzung mit dem düngen zu beginnen. Ist die Erde unpräpariert sollte man nach 3-4 Wochen bereits mit dem Düngen beginnen. Die heimischen Wildblumen sind in der Regel ja in der Erde und entziehen dieser die benötigten Nährstoffe. In einem Balkonkasten gibt es schon nach kurzer Zeit nichts mehr für die Pflanzen zu holen, und man sollte den Bedarf durch zusätzliches düngen decken. Für blühfreudige Pflanzen braucht es Salze in der Erde.

Ein Farbenmeer für Balkon & Garten: Dauerblüher Geranie

 

Michael Böhmer führt mit seiner Frau den Familienbetrieb Blumen Hohe in Bamberg und rückt den ökologischen Anbau von Schnittblumen und Topfpflanzen in den Vordergrund. Die Gärtnerei bietet Pflanzen für Garten, Balkon und Terrasse. Das ganze Jahr über läuft die Produktion von eigenen Schnittblumen. Im Frühjahr und Herbst in den Glashäusern. Im Sommer auf der Freilandfläche. Die meisten, im Laden verarbeiteten Schnittblumen, stammen aus eigenem Anbau.

 

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