Das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Würzburg teilt mit, dass das Trinkwasser in Böttigheim, ein Ortsteil von Neubrunn, abgekocht und gechlort werden muss, teilte das Landratsamt Würzburg am Mittwoch (6. Juli) mit. Grund sei der Nachweis von Enterokokken.

Für Enterokokken im Trinkwasser liege der Grenzwert bei 0/100 ml – das heißt, in 100 ml Wasser dürfen sich null Bakterien befinden. Dieser Grenzwert sei bei der kürzlich erfolgten Probeentnahme überschritten worden (1/100ml). Die Gemeinde wird daher dazu angehalten, die Ursache für die Verunreinigung zu ermitteln.

Chlornachweis benötigt: Wie lange muss ich das Wasser abkochen?

Das Abkochen des Wassers sei so lange notwendig, bis im gesamten Versorgungsgebiet ein ausreichender Chlornachweis erfolgt ist. Zusätzlich seien unauffällige bakteriologische Befunde des Trinkwassers erforderlich. Im Juni sei bereits eine kurzfristige Chlorung durchgeführt worden.

Zum Abtöten von Krankheitserregern muss das Trinkwasser einmalig sprudelnd aufgekocht und langsam abgekühlt werden. Hier empfiehlt sich die Verwendung eines Wasserkochers.

Dies ist insbesondere in folgenden Fällen notwendig:

  • Trinken, Getränkezubereitung (zum Beispiel Eiswürfel)
  • Zubereitung von Lebensmitteln
  • Waschen von Obst, Gemüse, Salat oder anderen Lebensmitteln
  • Medizinische Zwecke (zum Beispiel Wundreinigung, Nasenspülen)
  • Zähne putzen
  • Geschirrabwasch von Hand
  • Trinkwasser für empfindliche Haustiere

Eine Alternative zu abgekochtem Trinkwasser ist die Versorgung mit Flaschenwasser aus dem Handel. Zudem beantwortete das Landratsamt Würzburg die häufigsten Fragen, die in diesem Zusammenhang gestellt wurden. 

  • Macht das Wasser krank?
    Es ist von keiner konkreten Gefährdung auszugehen, es handelt sich um eine Vorsichtsmaßnahme.
  • Ab wann kann das Leitungswasser wieder ohne besondere Maßnahmen als Trinkwasser verwendet werden?
    Sobald das Gesundheitsamt das Abkochgebot aufhebt. Sobald die Freigabe erteilt ist, werden Sie umgehend von Ihrem Versorger informiert.
  • Gelten für Kinder besondere Maßnahmen?
    Nein. Kinder können abgekochtes Wasser unbedenklich zu sich nehmen und benutzen.
  • Was müssen Schwangere beachten?
    Es gelten keine besonderen Empfehlungen. Abgekochtes Wasser kann unbedenklich verzehrt und genutzt werden.
  • Kann man sich mit dem Wasser noch waschen?
    Zum Zähneputzen sollte abgekochtes oder abgepacktes Wasser genutzt werden. Zur Körperpflege (waschen, duschen, baden) kann das Leitungswasser ohne Bedenken weiter genutzt werden. Wunden sollten vor Wasserkontakt wasserdicht abgedeckt werden.
  • Kann das Wasser zum Putzen im Haushalt verwendet werden?
    Das Wasser kann grundsätzlich verwendet werden. Bei Arbeitsflächen, die zur Lebensmittelherstellung genutzt werden, sollte abgekochtes oder abgepacktes Wasser zur Reinigung verwendet werden.
  • Was ist bei der Zubereitung von Essen zu beachten?
    Für die Zubereitung von Speisen und Lebensmitteln, die roh gegessen werden (beispielsweise waschen und verzehren von Obst und Gemüse), sollte nur abgekochtes oder abgepacktes Wasser verwendet werden.
  • Kann das Wasser für die Zubereitung von Säuglingsnahrung benutzt werden?
    Nein! Es sollte nur abgekochtes oder abgepacktes Wasser verwendet werden.
  • Was ist bei der Herstellung von Eiswürfeln zu beachten?
    Traditionelle Eiswürfel sollten nur mit abgekochtem oder abgepacktem Wasser hergestellt werden. Crush- und Würfeleismaschinen sollten während der Dauer des Abkochgebotes nicht verwendet werden.
  • Kann das Wasser zur Reinigung von Schankanlagen verwendet werden?
    Nein.
  • Können Getränke- oder Kaffeeautomaten und Trinkwassersprudler mit diesem Wasser betrieben werden?
    Bei einer Erhitzung von mindestens 82 Grad können Heißgetränkeautomaten dieses Wasser nutzen. Für die Herstellung von Kaltgetränken ist abgekochtes oder abgepacktes Wasser zu verwenden.
  • Können Haustiere das Wasser trinken?
    Ja. Tiere verfügen in der Regel über ein robustes Immunsystem. Sie können im Regelfall das Wasser aus der Leitung zu sich nehmen. Wasser in der Natur ist schließlich auch nicht keimfrei. Im Zweifelsfall wenden Sie sich bitte an das zuständige Veterinäramt.