Die Bischofstadt Paderborn war Ziel der Wallfahrt der Pfarreiengemeinschaft "Um den Michaelsberg". Über 50 Pilger aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld machten sich unter der Leitung von Pfarrer Frank Mathiowetz, als "pilgerndes Gottesvolk", auf den Weg nach Westfalen. Erstes Ziel war die eindrucksvolle Kathedrale St. Maria der Universitätsstadt Paderborn. In der Krypta der im 13. Jahrhundert erbauten Bischofskirche feierte die Gruppe die Heilige Messe. Eine fachkundige Führung durch die Kirche erschloss den Besuchern die Historie, die Schönheit und die kunstvoll bedeutsame Ausstattung des Gotteshauses. Der Dombau beruht auf einer langen Vergangenheit: Bereits im Jahre 799, als Papst Leo II. mit dem Frankenkönig Karl zusammentraf, stand an den Quellen der Pader eine Kirche. Neben der Gottesmutter ist der Dom auch dem Würzburger Bistumspatron dem Heiligen Kilian als Konpatron geweiht. Es gibt viele Bezüge nach Franken, so stammt der emeritierte Bischof Paul Werner Scheele aus der Stadt. Außerdem besichtigten die Pilger das weltberühmte "Hasenfenster", Sinnbild für die Dreifaltigkeit, das auch Bischof Scheele im Wappen trägt. Ein Besuch des Bonifatiuswerkes der Deutschen Katholiken, das die Anliegen der Diaspora unterstützt stand ebenfalls auf dem Programm. Ein Mitarbeiter erzählte von der Geschichte des Hilfswerkes. Eine Rundfahrt in der über 1200 Jahre alten Stadt rundete den Besuch ab. Der Marienwallfahrtsort Werl mit dem aus dem 11. Jahrhundert stammenden Gnadenbild der Gottesmutter war der Höhepunkt der Pilgerfahrt. In der päpstlichen Basilika mit dem Bildnis der "Trösterin der Betrübten" feierte die Gruppe die Heilige Messe und ging durch die heilige Pforte. Franziskanerpater Rolf Preker begrüßte die Franken und erklärte die Entstehung, die Geschichte und die Gegenwart des Wallfahrtsortes und führte durch Kirche und die angrenzenden Anlagen. Letztes Ziel war die historische Stadt Fritzlar mit ihrem beeindruckenden Dom. Die Geschichte der nordhessischen Stadt geht auf den Heiligen Bonifatius, den Apostel der Deutschen zurück, der dort um 723 die "Donaeiche" gefällt hat. Eine Besichtigung der romanischen Stiftskirche stand ebenfalls auf dem Programm. Gestärkt an Leib und Seele machte sich die Pilgergruppe auf den Weg zurück in die Heimat. Foto: Josef Schröttle