Nürnberger Bäder-Chef kritisiert Ukraine-Maßnahmen anderer Städte: Viele Schwimmbäder sind von den steigenden Gaspreisen durch den Ukraine-Krieg betroffen. "Dadurch senken viele ihre Raum- oder Wassertemperaturen", weiß der Werkleiter der Nürnberg-Bäder Joachim Lächele. "Ich halte das allerdings nicht für zielführend, wenn die Menschen im Hallenbad frieren. Dann bleiben sie ja weg." Beispielsweise das Regensburger Westbad musste bereits reagieren, während das Bamberger Bambados einen entscheidenden Vorteil hat.

Natürlich sei das für sportliche Schwimmer*innen kein Problem, "aber Besuchsgruppen mit langsameren Bewegungen kühlen schnell aus, wenn das Wasser kalt ist", sagt Lächele. Die Schwimmbäder in Nürnberg erhalten ihre Energie ihm zufolge aus langfristigen Lieferverträgen, "deswegen ist der Energiepreis in diesem Jahr noch überschaubar". Trotzdem stehen auch den Nürnberger Bädern eventuell noch Änderungen bevor. 

Nürnberg-Bäder: Schwimmbäder ändern Ticket-Preise vorerst nicht - Freibäder eventuell kälter

Durch die jährlichen Lieferverträge seien in diesem Jahr noch keine Veränderungen an den Wasser- und Raumtemperaturen in den Nürnberger Schwimmbädern geplant. "Wir drehen nicht an den Temperaturen, weil wir verhindern wollen, dass der Komfort heruntergeht", kann der Werkleiter bestimmt sagen. Man sei eher auf der Suche nach anderen Möglichkeiten, wie man Energien reduzieren kann. Das habe jedoch nicht direkt mit dem Ukraine-Krieg zu tun - "da geht es um Nachhaltigkeit."

"Außerdem haben wir das große Glück, dass die Stadt Nürnberg weiß, dass die Bäder auch der Gesundheitsvorsorge dienen", sagt Lächele. Die Entscheidung über die Preise fällt auf Vorschlag der Nürnberg-Bäder der Stadtrat. "Wenn wir das anpassen müssen, wird das im Stadtrat auch heftig diskutiert." Dieses Jahr erwarte die Gäste jedoch noch keine Preiserhöhung. Durch die langfristigen Lieferverträge bleibe zumindest in diesem Jahr "alles so, wie es ist.

Eine Veränderung könne es jedoch trotzdem geben: Um den Co2-Ausstoß zu reduzieren, könnten die Freibäder vor allem zu Beginn der Saison noch etwas kälter sein als sonst. "Wir werden erstmal nur mit Solaranlagen heizen", sagt Lächele. Weil es in der Nacht oftmals noch einstellige Temperaturen habe, sei es schwierig, ohne Zusatzheizung die Wassertemperatur auf 22 Grad zu halten. "Wir haben aber auch noch alle Hallenbäder offen. Das heißt, wenn es jemandem zu kühl ist, hat man mit derselben Karte die Möglichkeit, in die Hallenbäder zu gehen, wo es auf jeden Fall warmes Wasser gibt", so der Sprecher der Nürnberg-Bäder