Eigentlich hätte das erste Fotofestival Nürnberg schon 2020 stattfinden sollen. Coronabedingt um ein Jahr geschoben, steht nun der Re-Start an: „facing reality“ wird von 1. Mai bis 27. Juni 2021 im Kunsthaus im KunstKulturQuartier, Königstraße 93, in mehreren Nürnberger Kunstgalerien und in Ausstellungen weiterer Partner gezeigt. Zu sehen sind an insgesamt zwölf Spielorten Arbeiten der fotoszene nürnberg e.V. und ihrer Gäste, sobald es die Corona-Regelungen erlauben. Auch im öffentlichen Raum werden Werke präsentiert, die pandemieunabhängig besichtigt werden können.

Fotografie, die sich mit aktuellen, gesellschaftlich relevanten Themen und Strömungen befasst, ist weiterhin im Fokus des ersten Festivals. Arbeiten von Mitgliedern der fotoszene nürnberg e.V. treffen auf fotografische Positionen überregional und international geladener Gäste. Daran wurde auch beim Re-Start nichts geändert. Andererseits ist die Welt 2021 nicht mehr die gleiche wie im März 2020 und ein Fotofestival, das sich dem Thema „facing reality“ (der Realität ins Auge sehen) widmet, wäre kein zeitgenössisches Festival, wenn es einfach nur das ehedem Geplante umsetzen würde. Corona forciert die gesellschaftlichen Umbrüche auf vielen unterschiedlichen Ebenen wie zum Beispiel in Kultur, Wirtschaft und gesellschaftlichem Zusammenleben. Das Festival bietet sowohl einen Einblick in die Zeit vor der Pandemie, als auch in die pandemische Gegenwart.

Erstes Nürnberger Fotofestival: Fotos im Stadtpark und an der Lorenzkirche

Eine virtuelle Ausstellungseröffnung findet am Freitag, 30. April 2021, um 19 Uhr statt. Es wird ein Grußwort der Kulturbürgermeisterin Prof. Dr. Julia Lehner, eine Einführung der Festivalleiterin Jutta Missbach, eine Begrüßung durch Kulturdirektor Michael Bader sowie einen digitalen Rundgang durch die Ausstellung im Kunsthaus mit Leiter und Kurator  Matthias Dachwald geben. Interessierte können über diesen Link teilnehmen: http://go.nuernberg.de/8e42e017.

Bereits ab Festivalstart können Arbeiten der teilnehmenden Fotografinnen und Fotografen am Bauzaun an der Lorenzkirche und im Stadtpark pandemiegerecht besucht werden. Bespielt wird auch das Kunstschaufenster im Glasbau des Künstlerhauses, Königstraße 93. Festivalzentrum ist das Kunsthaus, das sich seit vielen Jahren mit fotografischen Positionen als Schwerpunkt seines Ausstellungsprofils beschäftigt. Dort kann die Ausstellung nach Ende der coronabedingten Schließung der Kultureinrichtungen Dienstag, Donnerstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr, Mittwoch von 10 bis 20 Uhr (Sonderöffnungszeiten an gesetzlichen Feiertagen) besucht werden. Die Lauf- und Öffnungszeiten der beteiligten und aktuell ebenso noch geschlossenen Kunstgalerien sowie weiterer beteiligte Einrichtungen sind auf deren Homepages nachzulesen.

Ein konzentriertes Rahmenprogramm mit Vorträgen, Filmen und Diskussionen bietet dem Publikum zusätzliche Möglichkeiten, sich mit der Fotografie auseinander zu setzen. Es ist über die Festivalplattform „facing reality‘“ im kino3 des Filmhaus Nürnberg unter www.filmhaus.nuernberg.cinemalovers.de kostenlos zugänglich. Das Filmhaus Nürnberg ist mit seinem Onlinekinosaal kino3 ein wichtiger Partner des Festivals: kino3 wird die Vorträge und digitalen Diskussionsveranstaltungen des Festivals hosten und ein kuratiertes Online-Filmprogramm mit Filmen von Agnés Varda, Wim Wenders, Thomas Schadt, Reiner Holzemer und John Maloof präsentieren. Das Fotofestival Nürnberg 2021 - facing reality ist eine Kooperation der fotoszene nürnberg e.V. mit dem Kunsthaus im KunstKulturQuartier der Stadt Nürnberg.

Das sind die Fotografen und Fotografinnen: 

Die teilnehmenden Fotografinnen und Fotografen sind James Edward Albright Jr., Martina Angerer, Sebastian Autenrieth, Peter Bialobrzeski, Stefan Hippel, Rudi Ott, Julia Puder, Jens Wegener, Oliver Mark, Marlene Pfau, Anna Peisl, Eylül Aslan, Klaus Pichler, Roman Bezjak, Sebastian  Wells, Lois Hechenblaikner, Heinrich Völkel, Jordis Schlösser, Tom Hegen, Heinrich Holtgreve, Patrick Junker, Mile Cindric, Steffen Kirschner/ Sebastian Mildenberger, Udo Reinhardt, Boris Storz, Dirk Messberger, Alexander Bernhard, Christian Höhn, Marcus Köppen, Andreas Dietz, Dawin Meckel, Bruno Weiß, Lena Mayer, Paul Kranzler, Pierre Soissons, Miguel Ferraz Araújo, Dasa Geiger, Anne Schönharting, Maya Vieth, Anika Maaß, Anna Maria Bartels, GuYou.

Kuratiert wird das Fotofestival von Matthias Dachwald, Leiter Kunsthaus Nürnberg, Jutta Missbach, Vorstandsmitglied der fotoszene nürnberg e.V., und Dr. Sabine M. Richter, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Kunstpädagogik an der FAU Erlangen-Nürnberg und freie Künstlerin.

Weitere Informationen sind auf der Festivalwebseite www.fotofestivalnuernberg.de sowie unter www.kunsthaus-nuernberg.de einsehbar.

Die Spielorte des Festivals – Öffnung abhängig von den aktuell geltenden Corona-Beschränkungen –

  1. Kunsthaus im KunstKulturQuartier, Königstraße 93, 30. April bis 27. Juni, James Edward Albright Jr., Martina Angerer, Sebastian Autenrieth, Peter Bialobrzeski, Stefan Hippel, Rudi Ott, Julia Puder, Jens Wegener, Oliver Mark, Marlene Pfau, Anna Peisl, Eylül Aslan, Klaus Pichler, Roman Bezjak, Sebastian Wells, Lois Hechenblaikner
  2.  OPEN AIR: Kunstschaufenster Glasbau Künstlerhaus, Königstraße 93, Lois Hechenblaikner 30. April bis 28. Mai, Sebastian Wells 1. bis 27. Juni
  3. OPEN AIR: Bauzaun Lorenzkirche, Lorenzer Platz 10,
  4. Mai bis 27. Juni, Heinrich Völkel, Jordis Schlösser, Tom Hegen, Heinrich Holtgreve, Patrick Junker, Mariia Varlygina, Jedrzej Krzyszkowski, N.N.
  5. Katharinenruine, Am Katharinenkloster 6,  19. Mai bis 10. Juni, „Mixed Zone“ OPEN AIR: Stadtpark Nürnberg,
    7. Mai bis 27. Juni, Andreas Dietz, Dawin Meckel, Bruno Weiß, Lena Mayer, Paul Kranzler, Pierre Soissons, Miguel Ferraz Araújo, Dasa Geiger, Anne Schönharting, Maya Vieth, Mile Cindric, Steffen Kirschner/ Sebastian Mildenberger, Udo Reinhardt, Boris Storz, Dirk Messberger, Alexander Bernhard, Jens Wegener, Edward Beierle & Jutta Görlich, Ben Cowie, Rebecca Marshall, Patrick Junker
  6. Galerie- und Projektraum der fotoszene nuernberg e.V., Gustav-AdolfStraße 33, 30. April bis 27. Juni, Studenten der TH-Ohm: Luca Gruber, Tim Händel, Katharina Liebl, Belen Otto Ruiz
  7. Galerie LeonART, Leopoldstraße 24, 7. Mai bis 20. Juni, Mile Cindric, Steffen Kirschner/ Sebastian Mildenberger, Udo Reinhardt, Boris Storz, Dirk Messberger, Alexander Bernhard
  8. KREIS Galerie, Kartäusergasse 14, 27. Mai bis 26. Juni, Christian Höhn, Marcus Köppen
  9. Kunstraum des Konfuzius-Instituts, Pirckheimerstraße 36, 30. April bis 27. Juni, Anika Maaß, Anna Maria Bartels, Gu You Gastfotograf*in aus China (kuratiert von Ronald Kiwitt) 10. Akademie Galerie, Hauptmarkt 29, 16. April bis 9. Mai, „What cannot be seen“ 11. Offenes Büro – Stadtplanungsamt, Lorenzer Straße 28,
  10. 10. bis 28. Mai,  fotoszene nürnberg e.V.: James Edward Albright Jr., Mile Cindric, Stefan Hippel, Steffen Kirschner, Jens Wegener 12. Foyer des Internationalen Hauses – Heilig-Geist-Haus, Spitalgasse 16, 17. Mai bis 10. Juni, Fotografinnen und Fotografen aus den Partnerstädten Charkiv, Glasgow, Krakau, Nizza.