Die "Airport-Falken" am Nürnberger Flughafen haben wieder Nachwuchs bekommen. Drei Jungvögel sind laut Flughafen Nürnberg Ende April geschlüpft. Seit drei aufeinanderfolgenden Jahren seien die Wanderfalken schon erfolgreich mit der Nachwuchssicherung.

Mit der Flughafen-Feuerwehr wurden die Neuvögel nun mit Fuß-Ringen gekennzeichnet. Seit langer Zeit seien die Wanderfalken am Flughafen ein wichtiger Bestandteil für die Flugsicherheit, erklärt der Airport. Sie haben nämlich eine Mission, die vielen unbekannt ist - und jetzt tragen die Küken auch Namen. 

Update vom 11.05.2022, 16.30 Uhr: Küken der Wanderfalken am Airport Nürnberg haben Namen 

Drei Jungvögel, zwei männliche (Terzel) und ein weiblicher Falke, sind in ihrem Horst auf dem Nürnberger Tower geschlüpft und wurden von Mitarbeitern der Vogelwarte Radolfzell beringt, berichtet der Flughafen Nürnberg. Jetzt haben die Küken auch Namen, heißt es.

Der Flughafen Nürnberg habe sie nach Zielorten aus dem neuen Sommerflugplan benannt - ein geschickter Marketing-Schachzug. Während die junge Greifvogeldame den "schönen Namen Athen" trage, heiße der männliche Nachwuchs Bodrum und Bologna.

Turmfalken zählten zu den weit verbreitetsten Greifvögeln in Europa und seien im italienischen Bologna keine Seltenheit – zumal Bologna auch "Stadt der Türme" genannt werde, so der Flughafen. Auch in Athen seien die Greifvögel beispielsweise auf dem Lycabettus-Hügel anzutreffen. Im türkischen Bodrum zögen neben Zwergkormoranen und dalmatinischen Pelikanen ebenfalls Turmfalken ihre Bahnen. 

Erstmeldung vom 10.05.2022: Wanderfalken am Flughafen Nürnberg: Beringung in schwindelerregender Höhe

Wie der Flughafen Nürnberg berichtet, sind die Küken am "Tower der deutschen Flugsicherung" geschlüpft. "Es handelt sich um drei Jungvögel, zwei männliche (Terzel) und ein weiblicher", berichtet der Flughafen in einer Pressemitteilung.

Zusammen mit der Flughafen-Feuerwehr und einer Aktion in 48 Metern Höhe seien die Jungvögel gekennzeichnet worden. "Die Beringungsaktion des Wanderfalken-Nachwuchses, die in der Kuppel des Towers nisten, wurde unter Aufsicht der flughafeneigenen Umweltabteilung von einem Mitarbeiter der Vogelwarte Radolfzell durchgeführt", so der Flughafen weiter.

Die Wanderfalken sind seit einigen Jahren durchaus gern gesehen am Flughafen Nürnberg. "Die Beutegreifer sind im Flughafenumfeld durchaus geduldet, weil sie vogelschlagrelevante Arten jagen, also Vogelarten, die startenden und landenden Flugzeugen zu nahe kommen könnten", berichtet der Flughafen weiter. 

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