Bad Staffelstein
Pandemie

Positiv getestet: Erster Corona-Fall in Therme

Ein Gast der Obermain-Therme wurde positiv auf das Corona-Virus getestet. Es sei das erste Mal seit der Wiedereröffnung gewesen, dass sich so ein Fall ereignet hat. Die Obermain-Therme hat schnell gehandelt.
 
In der Obermain-Therme war Ende September ein Besucher, der mit Corona infiziert war, wie sich durch einen Test später herausstellte. Foto: Matthias Einwag
In der Obermain-Therme war Ende September ein Besucher, der mit Corona infiziert war, wie sich durch einen Test später herausstellte. Foto: Matthias Einwag

Seit dem 13. Juli hat die Obermain-Therme wieder geöffnet. Es gibt ein detailliertes Hygiene-Konzept und Besucherbeschränkungen. Und vor allem eines, was sich jetzt als sehr hilfreich erwiesen hat. Vor wenigen Tagen, am Samstag, 26. September, war ein Gast zu Besuch, der nachträglich positiv auf eine Corona-Infektion getestet wurde. Es ist der das erste Mal, dass sich in den drei Monaten seit der Öffnung so ein Fall ereignet hat.

Doch es war kein Problem für die Gesundheitsämter, alle Personen zu informieren, die zeitgleich in der Einrichtung waren. Denn von allen Gästen werden vor dem Eintritt von den Mitarbeitern persönlich Name und Telefonnummer erfasst und in einem System hinterlegt. Verlässt der Besucher die Therme, wird über die Eintrittskarte automatisch der Zeitpunkt hinzugefügt.

Namensliste: Alle Betroffenen konnten informiert werden

"Wir können auf Knopfdruck eine Liste erstellen, wer zu welcher Zeit bei uns zu Gast war", sagt Marcus Düsel, stellvertretender Leiter der Obermain-Therme. Zudem sei das hygienisch die bessere Lösung, als Besucher an einem Tisch mit Kugelschreibern ihre Daten in Listen eintragen zu lassen, die offen herumliegen und man dann am Ende noch Schwierigkeiten hätte, Namen und Nummern aufgrund unleserlicher Handschrift zu erkennen. "Durch das persönliche Abfragen bekommen wir auch keine Fantasienamen wie Mickey Maus genannt."

Der Besucher stammt nicht aus dem Landkreis, sagte aber dem Gesundheitsamt, dass er in der Therme gewesen sei. Wie es zu dem Test kam, ist in Bad Staffelstein nicht bekannt. Am Montag, 28. September, kam dann die Information, in der Therme gab man die Liste weiter, alle Betroffenen konnten informiert werden.

Sie gelten als Kontaktpersonen der Stufe 2. Das heißt: In Quarantäne muss keiner von ihnen, auch ein Test muss nicht stattfinden. Sie sollen in den nächsten Tagen darauf achten, ob sie Symptome zeigen. Diese Einstufung ist möglich, weil die Therme Vorkehrungen getroffen hat, dass Abstandsregeln eingehalten werden und vor Ort Reinigungs- und Desinfektionszyklen angepasst hat.

Personal angewiesen, Abstandsregeln zu kontrollieren

"Das Personal ist angewiesen, Abstandsregeln in den Becken zu kontrollieren", sagt Düsel. Bestimmte Bereiche sind zudem gesperrt, wie das Strömungsbecken, weil sich hier Gäste aus Versehen zu nah kommen könnten. "Dabei mussten wir das laut Anweisungen vom Gesundheitsamt nicht einmal tun."

Insgesamt sei die Therme ein feindlicher Ort für Viren, was durch das Chloren des Wassers und die Hitze der Fall sein. "Zudem haben wir auch eine sehr effiziente Lüftungsanlage, die mit Frischluft arbeitet und nicht mit Umwälzung."

Außerdem ist die Zahl der Menschen, die sich gleichzeitig in der Therme aufhalten, auf 920 Personen begrenzt. In der Sauna sind Plätze markiert, auf denen man sitzen kann und die Zahl der Besucher pro Sauna ist auch limitiert worden. "Kein Gast muss Sorge haben, durch so eine Situation in Quarantäne zu kommen." Das gelte auch für die Mitarbeiter, von denen bisher auch niemand Symptome gezeigt habe.