"5,4,3,2,1!"Auf das Kommando von Oberbürgermeister Ingo Lehmann verwandelten die Buben und Mädchen den Himmel über dem Marktplatz in ein buntes Farbenmeer aus Luftballons. Nach zwei Jahren Corona-Pause feierten Alt und Jung wieder ein tolles Gregori. Das Fest zu Ehren von Papst-Gregor I., dem Patron der Schüler und Studenten, wird in Kulmbach bereits seit 600 Jahren durchgeführt. In diesem Jahr heftete erstmals Oberbürgermeister Ingo Lehmann Fahnenbänder an die Schulfahnen und wünschte den Kindern aus der Max-Hundt-, der Oberen und der Pestalozzi-Schule eine schöne Ferienzeit.

Viele von ihnen hatten sich in Schale geschmissen: Dirndl, Lederhose und Blumenkränze auf dem Haar gehörten für sie zum guten Ton. Auch Sonnenschirme waren für einige ein unverzichtbares Accessoire.

Rund 800 Kinder und Erwachsene zogen bei sommerlichen Temperaturen durch die obere Stadt zum Rathaus. Auch die Jungen und Mädchen aus den Kindertagesstätten, die im nächsten Jahr eingeschult werden, hatten sich mit eingereiht. Stolz trugen die zukünftigen ABC-Schützen ihre Schulranzen oder Schultüten zur Schau.

Bunte Farbtupfer steuerten die Kulmbacher Showtanzgarde, die Rokoko-Tanzformation des Vereins Tanzsport Kulmbach, der Büttner-Fachverein und der Elternbeirat der Pestalozzi-Schule bei. Auch zahlreiche Ehrengäste liefen mit. Mit zackigen Märschen sorgten die Stadtkapelle Kulmbach und die Blaskapelle des Musikvereins Weiher für den richtigen Takt beim Marschieren.

Im Anschluss an den Umzug wurde in den Schulen weitergefeiert. Eine Ausnahme bildete die Max-Hundt-Schule, wo seit 2019 unabhängig vom Gregori-Fest ein eigenes Schulfest mit den Mittelschülern der Einrichtung stattfindet. In der Pestalozzi-Schule und in der oberen Schule vergnügten sich die Kleinen auf Spielstraßen. In der oberen Schule fanden zusätzlich Aufführungen statt. Mit ihrem flotten Spruch "Eins ist nämlich sonnenklar - dieses Fest wird wunderbar", trafen die Schüler aus der zweiten Klassen den Nagel auf den Kopf.