Bernd Rehorz, der Leiter des Bereichs Berufliche Bildung bei der IHK nutzte die Verabschiedung, um darauf hinzuweisen, dass in Oberfranken bereits an die 20 000 Fachkräfte fehlen. Diese Zahl habe der IHK-Fachkräftemonitor ergeben, ein Instrument, das anhand verschiedener Eckdaten der aktuellen und auch den künftigen Fachkräftebedarf einer Region messen kann. Den weitaus größten Bedarf habe der Fachkräftemonitor dabei für beruflich qualifizierte Fachkräfte errechnet. Bei nicht einmal fünf Prozent der Fachkräfte seien Akademiker gefragt. "Damit eröffnen sich gerade in Oberfranken hervorragende Zukunftsperspektiven für ausgebildete Fachkräfte", sagte Rehorz.

2600 Prüfer im Einsatz

Damit es auch weiterhin beruflich qualifizierte Fachkräfte gibt, seien bei der IHK rund 2600 Prüfer im Einsatz.
Bei zuletzt rund 10 000 Zwischen- und Abschlussprüfungen pro Jahr in der Aus- und Weiterbildung wäre das IHK-Prüfungswesen ohne dieses ehrenamtliche Engagement weder zu bewältigen, noch zu finanzieren.
Als Voraussetzung für das Amt des Prüfers bezeichnete Rehorz große Fachkenntnis genauso wie Menschenkenntnis und Gespür für die jeweiligen Prüflinge. Zudem würden die Prüfer auch eine große Verantwortung tragen, da sie die jungen Leute bei einem großen und wichtigen Lebensabschnitt begleiten. Rehorz: "Alle Prüfer haben in den zurückliegenden Jahren und Jahrzehnten einen wertvollen Beitrag nicht nur für die Fachkräftesicherung oberfränkischer Betriebe geleistet, sondern auch zur Wettbewerbsfähigkeit für die gesamte Region beigetragen."
Die ausscheidenden Prüfer aus dem Raum Kulmbach sind: Reinhold Beetz (Presseck), Clemens Fiedler (Neudrossenfeld), Manfred Herold (Kulmbach), Carolin Reuther (Stadtsteinach), Hartmut Schubert (Kulmbach), Karl-Heinz Will (Trebgast) und Roland Wirth (Mainleus).