Kaum hatte am Dienstag in Bayreuth ein großangelegter Drogenprozess begonnen, war er auch schon wieder zu Ende. Zumindest für einen der beiden Angeklagten, einen 31-jährigem Mann aus Betzenstein. Weil der Mann seit seinem 16. Lebensjahr ohne große Unterbrechungen Drogen konsumiert, entschied das Gericht, zur Frage seiner strafrechtlichen Verantwortung ein Sachverständigengutachten einzuholen. Das heißt, der Angeklagte wird vom Landgerichtsarzt darauf hin untersucht, ob er in einer Suchtklinik untergebracht werden soll. So lange wird die Verhandlung ausgesetzt. Er habe mal mehr, mal weniger konsumiert, sei aber immer wieder rückfällig geworden, sagte der 31-Jährige.

Verantworten musste sich dagegen ein mitangeklagter, ebenfalls 31-jähriger Mann aus dem Landkreis Kulmbach. Er wurde wegen Drogenhandels zu einem Jahr und zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.