Wenn Charles Johnson ein Mikrofon in die Hand nimmt, hält die Welt eine Weile den Atem an: Denn der in Florida geborene Amerikaner, der sich selbst bescheiden als Hochzeitssänger tituliert, hat das gewisse Etwas in der Stimme: Er zelebriert die Töne, er berührt mit dem Timbre seiner Stimme die Herzen der Menschen und verzaubert Frauen und Männer gleichermaßen. Dazu liefert Charles Johnson eine Bühnenshow ab, die sich sehen lassen kann. Er singt mit geschlossenen Augen, er tanzt, er groovt - und vor allem lässt er den Funken der Musik auch auf das Publikum überspringen. Bei seinem Auftritt in Grafengehaig gab er seine ganz persönliche Hochzeitshitparade zum Besten. Auf Platz eins im vergangenen Jahr landete "All of me" von John Legend, gefolgt von dem legendären "Hallelujah" aus dem Kinofilm "Shrek" und Elton Johns "Can you feel the love tonight". Doch Charles Johnson präsentierte auch klassische Gospel-Superhits. "Ich habe schon in ganz jungen Jahren die Liebe zur Musik und zu Jesus Christus entdeckt", sagt Charles Johnson von sich selbst.
Im Repertoire hatte er "The basics of life", "Moses take your shoes off", das legendäre "Amen" oder "Joshua fought the battle of Jericho".


Country und Evergreens

Der Amerikaner, der schon seit mehr als 30 Jahren in Bayreuth lebt, und längst in der oberfränkischen Region kein Geheimtipp mehr ist, mischte sogar Countryelemente und Evergreens in sein Konzert. "Meine Mutter war Pastorin, mein Vater Architekt - er mochte Country", erzählte der Sänger von sich selbst und zeigte, dass Countrymusik durchaus fröhlich und ansteckend sein kann. Die Palette der Lieder reichte von "This is a job for the Holy Ghost" bis hin zu Michael Jacksons "Heal the world" oder dem zu Herzen gehenden "It is well with my soul". Sogar Beatles-Hits, Songs von Elton John oder Robin Mark hatte der Ausnahmesänger im Repertoire. Und als er "Oh happy day" anstimmte, war auch in Grafengehaig der letzte Bann gebrochen. Einige Zuhörer hatten Glitzerstäbe dabei, die Menschen klatschten und sangen mit und ließen sich vom Zauber der Musik anstecken und mitreißen.

Mit dem Wunsch "Lass die Sonne in dein Herz" von der Gruppe Wind ging das neunzigminütige Konzert zu Ende.