Zweimal gab es am Montagnachmittag ein einhelliges Ja zur Volkshochschule. Sowohl die bauliche Planung als auch die finanzielle Beteiligung der Stadt wurde vom Ratsgremium befürwortet.

Im August 2013, als die Projektplanung letztmals im Stadtrat vorgestellt wurde, hatte die "neue" VHS noch ein völlig anderes Gesicht. Wie Sabine Porzel vom Architekturbüro Spindler+ erinnerte, war die ursprüngliche Planung für die Weiterentwicklung der Bildungsstätte nicht zukunftsträchtig. Und etwas ohne Perspektive möchte die Regierung nicht fördern. Deswegen wurden Alternativplanungen gefordert. Nach dem Verkauf des Gebäudes an den Landkreis ist man mittlerweile bei einer deutlich umfangreicheren Variante angekommen.


Kostenbeteiligung auf 500.000 Euro gedeckelt

Der Stadt seien vorläufig Kosten von sieben Millionen Euro mitgeteilt worden, erläuterte Kämmerer Wolfgang Günther. Der Eigenanteil der Stadt sei auf maximal 500.000 Euro gedeckelt worden. Darin enthalten sind bereits 320.000 Euro aus dem Verkauf des Gebäudes, die vom Landkreis nicht an die Stadt ausbezahlt wurden.

"Wir sind jetzt auf einem richtigenWeg. Es wird ein Meilenstein", war Angela Hofmann (CSU) überzeugt, dass die "neue" Volkshochschule eine Bereicherung für Kronach wird. Was die deutlich gestiegenen Kosten für das Projekt betrifft, verwies sie darauf, dass nun auch ein Neubau und das Umfeld einbezogen sind. Ralf Völkl (SPD) betonte, dass die Stadt ein solches Vorhaben nicht aus eigener Kraft hätte schultern können. "Wir haben hier ein historisches, städtebaulich reizvolles Gebäude, dass eine sinnvolle und dauerhafte Nutzung hat", führte er aus. Deshalb habe sich die lange Vorlaufzeit ausgezahlt.


Bürgermeister sieht Win-Win-Situation

"Wir bekommen ein Leuchtturm-Projekt", unterstrich Jonas Geissler (CSU). Für die Stadt sei dies die richtige Entscheidung. Bernd Liebhardt (CSU) sprach von einer "intelligenten Lösung" für das barrierefreie Gebäude. So könne die VHS auch in 15 oder 20 Jahren noch ihren Aufgaben gerecht werden. Martina Zwosta (FL) bat, bei der Planung des Umfelds unbedingt darauf zu achten, den parkähnlichen Charakter als "grüne Lunge Kronachs" zu erhalten. Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein (FW) sprach schließlich von einer Win-Win-Situation für Stadt, Landkreis und VHS sowie von einer guten Zusammenarbeit.