Auf Einladung der Stimmkreisabgeordneten im Stimmkreis Kitzingen, Barbara Becker (CSU), fand kürzlich ein Gespräch mit Künstlerinnen und Künstlern in Geiselwind statt. Als Gesprächspartner konnte die Landtagsabgeordnete aus Wiesenbronn Bayerns Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Bernd Sibler, MdL, gewinnen.

Neben dem initiativen Kontakt zu vielen Betrieben und Unternehmen während der Ausgangsbeschränkungen ging die Abgeordnete auf die Kunst- und Kulturschaffenden zu, heißt es in einer Pressemitteilung aus Beckers Stimmkreisbüro. "Unsere freischaffenden Künstler sind sicher eine der am stärksten von der Corona-Krise getroffen Gruppen. Sie konnten während des Lock-Downs keinerlei Auftritte absolvieren und damit Einkommen erzielen. Auch jetzt sind Veranstaltungen oft nicht rentabel, da bei gleicher Größe der Spielstätte weniger Zuschauer anwesend sind."

Querschnitt durch die Szene

Eingeladen zum Gespräch mit Minister Bernd Sibler war ein Querschnitt durch die komplette freie Szene. Mehrere freiberufliche Musiker, Inhaber einer Künstleragentur, eine Kulturmanagerin, eine Sängerin, ein Autor und eine Kabarettistin kamen. Es wurden die Antragsstellung für das Hilfsprogramm für freischaffende Künstlerinnen und Künstler und die Umsetzbarkeit von nötigen Abstandsregelungen in Zuschauerräumen angesprochen. Eine Problemstelle ist auch die fehlende Wirtschaftlichkeit bei einer reduzierten Zuschauerzahl. Alle eint der Wunsch nach einer Perspektive für den kommenden Herbst und Winter, wenn keine Freilichtaufführungen mehr möglich sind, heißt es in der Mitteilung weiter.

"In der Krise sind wir alle ein lernendes System. Wir versuchen, so schnell wie möglich daran zu arbeiten, dass manche Förderprogramme für Künstlerinnen und Künstler einander scheinbar ausschließen. Das ist so nicht gedacht und muss verbessert werden", so die Stimmkreisabgeordnete.

Eine Erkenntnis aus dem Treffen: Die freie Künstler-Szene kann sich vor Ort noch besser organisieren. Der Drang zur Freiheit und Unabhängigkeit ist verständlich, das kann Barbara Becker als Unternehmerin gut nachvollziehen. Dennoch ist es in Krisensituationen wichtig, mit einer Stimme zu sprechen. Beim Aufbau entsprechender Strukturen will Becker die Künstler gerne unterstützen.

Weiteres Treffen im Herbst

Sowohl Sibler als auch Becker wollen die Kunstschaffenden bestmöglich unterstützen und Perspektiven schaffen. Der Austausch bleibt der Abgeordneten und dem Bayerischen Kunstminister wichtig und soll fortgesetzt werden. "Wir können und werden gemeinsam dranbleiben", so Barbara Becker, die das Angebot des Ministers für ein weiteres Treffen im Herbst bereits angenommen hat.

Kunstminister Bernd Sibler betonte, dass sich Bayern als Kulturstaat seiner besonderen Verantwortung für unsere Kulturschaffenden bewusst sei. "Deshalb arbeiten wir von Seiten des Freistaats intensiv daran, möglichst viele Handlungsspielräume im Einklang mit dem Infektionsschutz für unsere Kunst- und Kulturschaffenden zu eröffnen und mit unserem umfassenden Rettungsschirm von über 200 Millionen Euro Kulturschaffende zu unterstützen", endet die Mitteilung aus dem Stimmkreisbüro Becker