In seiner ersten Sitzung im neuen Jahr hat Schwarzachs Marktgemeinderat ein Tempolimit in der Alten Straße in Schwarzenau beschlossen. In Zukunft dürfen Fahrzeugführer dort nur noch 30 Stundenkilometer schnell fahren. Ein Anwohner hatte die Geschwindigkeitsbeschränkung beantragt. Die Ratsmitglieder befürworteten bei dem Treffen im Begegnungshaus Arche das Anliegen einstimmig "aus Gründen der Verkehrssicherheit".

Der Hauptgrund für die Änderung der Höchstgeschwindigkeit in Schwarzenaus Südwesten ist die geplante Großküche im ehemaligen Kartoffelschälbetrieb der Mainfränkischen Werkstätten. Der Eigentümer eines Anwesens in der Alten Straße befürchtet durch die Nutzungsänderung ein erhöhtes Verkehrsaufkommen durch Lieferanten und Besucher. Das Tempolimit soll dem Schutz der Anwohner dienen, betonte der Antragsteller in seinem Schreiben an die Gemeinde. Ein Gehweg ist dort nicht vorhanden. Aktuell gilt für die Alte Straße, in der aufgrund der Enge kein Begegnungsverkehr möglich ist, noch die allgemeine Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h in geschlossenen Ortschaften. Das neue Tempolimit gilt vom Betrieb der Mainfränkischen Werkstätten in Westrichtung bis der Einmündung der Alten Straße in die Stadtschwarzacher Straße.

Schwarzach entdecken

Die beiden neuen Werbebroschüren für die Marktgemeinde sind fertig. Bürgermeister Volker Schmitt stellte die Infohefte vor. Für die Einheimischen wurde ein in Farbe gehaltenes Heftchen mit der Überschrift "Informationen für Bürger" erstellt. Touristen und andere Gäste dürfen sich auf den Imageprospekt "Schwarzach am Main entdecken" freuen. In seinem Grußwort fordert Schmitt gleich auf der ersten Seite der Broschüre die Besucher auf, die Marktgemeinde "in all ihrer Vielfalt" in den sechs Ortsteilen zu entdecken.

Schwarzach wirbt mit "Natur, Genuss und Kultur" und sieht sich in der Broschüre als das "Tor zur Mainschleife im sonnenüberfluteten Fränkischen Weinland". Auch ein Hinweis auf die Dorfschätze-Gemeinden ist vorhanden. Die Informationsbroschüre für die Neubürger behandelt Themen rund um das Rathaus samt Kontakten der Mitarbeiter, die Abfallentsorgung, die Schulen, Kindergärten und Spielplätze sowie Vereine und Gruppierungen. Die Auflage wurde laut Schmitt niedrig gehalten, damit man bei Veränderungen in der Gemeinde neue Heftchen drucken könne. Die letzte Broschüre stammte aus dem Jahr 2007.

Der Gemeinderat hat die Jahresrechnung 2019 zur Kenntnis genommen. Der Gesamthaushalt hatte ein Volumen von 12,5 Millionen Euro. Davon wurden für Investitionen im Vermögenshaushalt 3,4 Millionen Euro ausgegeben. Ende 2019 hatte Schwarzach Rücklagen von 4,4 Millionen Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung lag bei 250 Euro (Durchschnitt in Bayern: 580 Euro). "Wir haben gut kalkuliert", sagte Schmitt. Bei Wasser und Kanal habe man eine Punktlandung erzielt.

Werbetafel zu groß

Einstimmig abgelehnt das Gremium den Antrag zur Errichtung einer neun Quadratmeter großen Plakat-Werbeanlage am Ortseingang von Düllstadt, von Reupelsdorf kommend links. Der Grund für das Scheitern des Antrags lag darin, dass die Werbetafel unmittelbar neben der Bundesstraße 22 und dem Gehweg aufgestellt werden soll und dabei erheblich die Sicht behindere. Auch das Staatliche Bauamt befürworte diese Werbeanlage im Außenbereich nicht, so der Bürgermeister. Die Werbetafel müsste 20 Meter nach hinten versetzt werden. In Düllstadt steht die Dorferneuerung vor der Tür.

"Wir sind voll im Zeitplan", sagte Schmitt zur begonnenen Sanierung der Grundschule Schwarzacher Becken. Aus den Klassenzimmern seien bereits die Böden herausgerissen. Der verschärfte Lockdown bis Mitte Februar ohne Präsenzunterricht spiele dem Bauprojekt momentan in die Karten.