Der langjährige Kitzinger SPD-Stadtrat Klaus Heisel hat die Kritik an seiner Partei am Umgang mit Parteikollegin Astrid Glos zurückgewiesen. In einem Leserbrief war der SPD vorgeworfen worden, sie habe "unsozialdemokratisch" gehandelt, indem sie die Kitzinger Bürgermeisterin aus der Kreistagsfraktion ausschloss.  

"Frau Glos wurde in den vergangenen Jahren als OB-Kandidatin, als Fraktionsvorsitzende sowie auf Platz 2 der Stadtratsliste unterstützt und erhielt zuletzt mit den SPD-Stimmen ein gutes Ergebnis", schreibt Heisel in einer Stellungnahme an die Redaktion. Ein Jahr nach ihrer Wahl zur Bürgermeisterin (mit den Stimmen der SPD-Fraktion) sei Glos "ohne Aussprache" aus der Fraktion ausgetreten, um mit der Bayernpartei eine Ausschussgemeinschaft zu bilden. Dadurch schwäche sie die SPD-Stadtratsfraktion und stärke die Bayernpartei. Glos sitzt seitdem als parteilose Rätin in Stadtrat und Kreistag. 

Wer das SPD-Wahlprogramm studiere, der wisse um die "große parteipolitische Entfernung der beiden Parteien".  "Unsozialdemokratisches Verhalten" möge man deshalb bei anderen suchen. "Im Übrigen hat die SPD-Stadtratsfraktion dadurch Souveränität gezeigt, dass sie mit dem Sachverhalt nicht in die Öffentlichkeit gegangen ist", so Heisel.