Angeführt wird die Gruppe, die sich vor sechs Jahren aufgrund von CSU-internen Querelen gründete, von Ralf Nowak (44), der gegen den CSU-Bürgermeisterkandidaten Markus Oppelt (CSU), gegen den er im parteiinternen Wettstreit unterlegen war, antreten wird.

Die Wahlmöglichkeit und die Öffnung für jeden interessierten Bürger stellte denn auch ULB-Gemeinderat Reiner Mönch heraus. "Wir wollen eine Alternative ohne Parteivorgaben anbieten. Wir sind offen für jedermann und jede Frau, die sich gesellschaftlich engagieren möchten. Bei uns gibt es keine Fraktionssitzungen und schon gar keinen Fraktionszwang. Das musste auch unser ULB-Bürgermeister erfahren und demokratisch akzeptieren."

Erfreut zeigte sich Mönch, dass eine ausgewogene und vielschichtige Auswahl an Kandidaten präsentiert werden könne. "Somit relativiert sich auch die Enttäuschung über eine Nichtbeteiligung an einer gemeinsamer Liste, weil wir sonst zwei Drittel unserer Kandidaten von einem politischen Engagement hätten ausschließen müssen. Eine derartige Vorauswahl widerspricht unserem Demokratieverständnis."

Die Wahl leiteten in Vertretung des erkrankten Wonfurter Bürgermeisters Holger Baunacher (parteilos), dessen Kollegen von der Jungen Liste, Simone Berger, Salmsdorf, und Rainer Kaffer, Eyrichshof, die sich beide freuten, dass Ralf Nowak auf ihrer Kreistagsliste antritt, auch "wenn er schon den Vierer vorne dran hat".

Der Radio- und Fernsehtechniker stellte sich und seinen Werdegang denn auch ausführlich vor. Dabei verwies er auf seine zwölf Jahre im Gemeinderat, auch als Jugendreferent, sechs Jahre als CSU-Ortsverbandsvorsitzender, Pfarrgemeinderat sowie Mitglied im Dekanats- und Diözesanrat. "Ich fühle mich beim ULB gut aufgehoben, weil man sich unvoreingenommen einbringen kann. Da zählt Sachverstand und kein Parteizwang und das ist einfach gut."

Zur eigenen Liste sagte Nowak, dass "wir von Kandidatenmangel nichts gespürt haben". Die gesamte Bürgerschaft sei vertreten und "wir sind eine eigene Liste und wollen es auch bleiben, wobei alle ohne Parteimitgliedschaft mitmachen können."

Zur Bürgermeister-Kandidatur meinte Nowak: "Ich habe zwölf Jahre Gemeinderatserfahrung, bin mit 44 Jahren jung genug, um Neues zu erkennen und in der Gemeinde bekannt und beliebt." Die 15 Wahlberechtigten sahen dies ebenso, die ihn, wie auch die Gemeinderatsliste, einmütig absegneten:

1. Ralf Nowak (44), Pfarrweisach
2. Reiner Mönch (44), Römmelsdorf
3. Sebastian Bock (33), Pfarrweisach
4. Herbert Leidner (52), Rabelsdorf
5. Dietmar Schlager (43), Pfarrweisach
6. Ralf Hülbig (44), Pfarrweisach
7. Helmut Büchner (34), Dürrnhof
8. Ellen Raithel (50), Pfarrweisach.
9. Uwe Schöninger (46), Pfarrweisach
10. Christoph Göttel (31), Pfarrweisach
11. Harald Lurz (40), Pfarrweisach
12. Barbara Hoffmann (19), Pfarrweisach
13. Gerd Müller (44), Junkers-dorf
14. Gerold Schneider (55), Römmelsdorf
15. Stefan Zöller (43), Pfarrweisach
16 Hermann Martin (65), Rabelsdorf.