Gemeinsam machen sie sich in der Baunach-Allianz auf den Weg, um mit einem Integrierten Entwicklungskonzept (ILEK) kommunale Herausforderungen interkommunal anzugehen: die Städte Baunach und Ebern sowie die Gemeinden Gerach, Itzgrund, Kirchlauter, Lauter, Pfarrweisach, Untermerzbach, Reckendorf und die Marktgemeinden Maroldsweisach und Rentweinsdorf. Die Auftaktversammlung fand am Dienstag im Marktsaal in Rentweinsdorf statt.

Eberns Bürgermeister Jürgen Hennemann, Vorsitzender der Baunach-Allianz, sprach zunächst die gemeinsamen Werte der Gemeinden an, die in der Baunach-Allianz vereint sind. Gemeinsamkeiten, so Hennemann, endeten nicht an Gemeinde- Landkreis- oder Regierungsbezirksgrenzen. "Heute wollen wir starten und in einen Prozess einsteigen, um gemeinsam in unseren Gemeinden voran zu kommen", sagte der Vorsitzende.


Bürger sollen sich einbringen

Mit "im Boot" sind auch die Ämter für Ländliche Entwicklung in Unter- und Oberfranken. Baudirektor Manfred Stadtler, Sachgebietsleiter für Dorf- und Landentwicklung im Amt in Unterfranken, verwies darauf, dass man Belange der Bürger nicht übersehen dürfe, sich diese aber auch in den langen Prozess der Baunach-Allianz mit einbringen sollten. "Das ist mein dringendster Appell."

Diplomgeograph Philipp Ruhstorfer vom Büro IPU in Erfurt, welches sich mit Regionalentwicklung, Landes- und Stadtplanung sowie Kommunikationsforschung befasst, vertiefte die Ziele von ILEK in der Region. Sein Büro werde sich in diesem Prozess wohl über etwa eineinhalb Jahre einbringen. "Dann muss es in der Region selber weiter gehen." Spannend sei, dass das Projekt Baunach-Allianz elf Gemeinden, drei Landkreise und zwei Bezirke umfasse. "Das ist eine Herausforderung." Informationen über das Projekt können demnächst auch unter www.baunach-allianz.de abgerufen werden. Ruhstorfer kündigte an, dass es noch viele Veranstaltungen geben werde in sogenannten "Gemeindewerkstätten Süd und Nord."

Der Diplomgeograph zeigte auf, was noch zu klären sei. So gehe es bei der Daseinsfürsorge darum, welche Einrichtungen die Orte bräuchten, bei der Wirtschaft um Wertschöpfung in der Region. Bürgerschaftliches Engagement bedeute die Kommune zu unterstützen, Brauchtum und Identität zu bewahren.


Erfolge beim Leerstandsmanagement

Dann ging es für die Teilnehmer darum, der Aufgabenliste eigene Ideen hinzuzufügen. Das Ergebnis soll in einer Dokumentation zusammengefasst und den Gemeinden zur Verfügung gestellt werden. Eine einzige Frage gab es aus der Versammlung: "Können sie schon Beispiele nennen für einen Erfolg einer solchen Allianz?", wollte Erwin von der Forst aus Pfarrweisach wissen. Viele gebe es, sagte Manfred Stadler vom Amt für Ländliche Entwicklung in Würzburg. Explizit nannte er Erfolge, die im Leerstandmanagement erreicht werden konnten. "Das ist für Unterfranken und auch für alle anderen sehr wichtig."

Hennemann rief abschließend dazu auf, sich weiter aktiv an dem Findungs- und Entwicklungsprozess der Baunach-Allianz zu beteiligen: "Wir leben in einer liebens- und lebenswerten Region und das müssen wir nach außen darstellen."