"Ich bin nicht ganz zufrieden, weil wir uns mehr vorgenommen hatten, aber wir sind auf einem guten Weg", das erklärte Bürgermeister Holger Baunacher zum Jahresabschluss vor dem Gemeinderat Wonfurt.
Eingangs informierte er über ein Gespräch mit Kindergartenleitung und Vereinsvorstand, denn es gibt für den Kindergarten eine Warteliste. Spätestens 2018 braucht es zusätzliche Plätze.

Derzeit prüft die Verwaltung zwei Varianten: ein Container direkt am Kindergarten oder die Umnutzung der alten Schule in Steinsfeld. Der Gemeinderat soll im ersten Quartal die Möglichkeiten diskutieren. Vorher will Baunacher mit der Bauverwaltung am Landratsamt und dem Jugendamt Details und Kosten klären, wie er ankündigte. Ihn freute der Handlungsbedarf, weil er Folge steigender Geburtenzahlen und des Zuzugs junger Familien ist. Die alte Schule in Dampfach schlug Paul Hauck als Alternative vor. Dazu erklärte Baunacher, dass dort mehr Umbauarbeiten nötig wären als in Steinsfeld, außerdem gibt es für Dampfach schon anderweitige Nutzungs-Überlegungen.


Nun über zwei Euro

Obwohl vorberaten, gab es erneut eine Diskussion um die Neufestsetzung der Trinkwasser-Gebühr. Die Neukalkulation für die nächsten drei Jahre sieht eine Erhöhung von bisher 1,95 auf neu 2,09 Euro vor, die Grundgebühr bleibt unverändert bei sechs Euro. Der Zweckverband Knetzgau-Sand-Wonfurt-Gruppe erhöht den Bezugspreis um 15 Cent, was die Gemeinde nicht voll weiter gibt, obwohl Investitionen in die Wasserleitungen anstehen. Trotzdem wollte Wolfgang Thein den Preis unter zwei Euro bringen. Seiner Meinung nach ist der Unterhalt zu hoch angesetzt. Die übrigen Gemeinderäte hielten die Ansätze für realistisch und stimmten der neuen Satzung zu.


Kanalsanierung beginnt

2017 will Wonfurt in die Kanalsanierung einsteigen. Da allerdings noch nicht klar ist, wann das Nahwärmenetz umgesetzt wird, schlug Holger Baunacher als ersten Abschnitt einen Teil der Sonnenstraße, Dr.-Steinmüller-Straße, Ringstraße und Hofäckerstraße vor. Dieser Abschnitt sollte planerisch vorbereitet und ausgeschrieben werden. Baunacher erhofft sich die Entlastung der Sonnenstraße, wo der Kanal schon lange hydraulisch überlastet ist und viele Häuser immer wieder Wasser im Keller haben. Allerdings hat die Sonnenstraße erst vor etwa 15 Jahren eine neue Fahrbahndecke erhalten, so dass die Gemeinderäte ungern eine große Lösung angehen würden. Im Januar wird der Bauausschuss das Gebiet begutachten, festlegen, wo die Fahrbahn erneuert werden sollte und das Vorhaben auf den Weg bringen. Bruttokosten von 223 000 Euro stehen im Raum. Der Gemeinderat stimmte zu.


Lehrpfad ist eine Idee

Einen Überblick gab Baunacher über die geplanten Tourismus-Projekte: eine Anlegestelle für Paddelboote am Main im Zuge der "Gelben Welle" sowie die Umgestaltung der Altachquelle und des Von-Seckendorff-Platzes vor dem Schloss. Mit dem Förderprogramm soll hier auch ein Lehrpfad zum Thema Stein und Wasser entstehen. Außerdem wird es Sockel geben, auf denen Künstler Skulpturen ausstellen können. "Es soll ein Platz der Begegnung werden", erklärte der Bürgermeister.