Rentweinsdorf" Ab nun haben die Rocker das Dorf in der Hand und sind außer Rand und Band. Wir freuen uns auf eine Riesen-Show, darauf ein dreifaches Rentweinsdorf-Helau." Mit diesen Worten eröffnete das neue Prinzenpaar Frederik I. und Isabel I. am Abend des 11.11. den Rentweinsdorfer Fasching, der mit den Büttensitzungen seinen Höhepunkt erleben wird. Das rockige Motto lautet diesmal "Born to be wild, Rentweinsdorf beinhart".


Die neuen Tollitäten

Vor zahlreichen Faschingsnarren war zuvor mit viel "Helau" der Sechserrat in Begleitung der Gardemädchen und des bisherigen Prinzenpaares Elena I. (Elli Kirchner) und Markus I. (Markus Dürr) in den Sitzungssaal des Rathauses einmarschiert. Mit Spannung erwartete die Faschingsgesellschaft, wer denn als neues Prinzenpaar des Faschings 2016 den Saal betreten würde. Pünktlich um 19.19 Uhr war es soweit! Der Beauftragte der Rentweinsdorfer Narren für das Prinzenpaar, Kurt Schorn, präsentierte unter großem Beifall die Hoheiten Isabel I. (Isabel Güthlein) und Frederik I. (Frederik Schorn).

Seine Freude über den Auftritt des neuen Prinzenpaares in seinen Räumen brachte Bürgermeister Willi Sendelbeck (SPD) mit einem Küsschen für Prinzessin Isabel zum Ausdruck. Aber seine Freude währte nicht lange, denn Oliver Stark, der den Faschingsauftakt moderierte, forderte zusammen mit dem Prinzenpaar den Bürgermeister auf, die Kasse und die Insignien herauszugeben. Ihm blieb nichts übrig, als sich der närrischen Übermacht zu beugen.


Der Fasching lebt

" Nun haben wir die volle Macht über Sektkühlfach, Schlüssel und Kasse", freute sich das Prinzenpaar und präsentierte sich den Rentweinsdorfer Narren mit einer ausgefeilten Antrittsrede. "Mit viel Elan und Willenskraft haben wir es doch geschafft. Der Fasching hat wieder seine alte, wunderbare Kraft. Die Aufregung war groß, als letztes Jahr der Fasching auf der Kippe stand. Aber nein, die Rentweinsdorfer Narren stecken ihren Kopf nicht in den Sand."

Dann gaben sie das Motto bekannt: "Born to be wild, Rentweinsdorf beinhart". Beide wissen wissen, dass es im Fasching ganz besonders auf den Sechserrat ankommt. Er besteht aus Kurt Schorn (Beauftragter für das Prinzenpaar) Oliver Stark (Moderator), Mathias Sperber (Rentweinsdorf), Thomas Schnitzer, Steffen Neubauer und Matthias Sperber (Sendelbach; er ist Ansprechpartner für alle besonderen Fragen). Dem Sechserrat galten die Worte: "Der Sechser-Rat ist auch schon da. Sie haben es halbwegs gut überstanden, ihr erstes Jahr. Nun wisst Ihr, auf was Ihr euch eingelassen habt. Es ist viel harte Arbeit in der Tat."


Ein Küsschen

Die Tollitäten vergaßen auch nicht, den entmachteten Bürgermeister etwas aufzumuntern. "Auch der Bürgermeister ist seit Jahrzehnten der Gleiche. Er steht immer noch im Winde wie eine alte Eiche. Aber, lieber Willi, mach dir nix draus, du bist ja auch nicht mehr der Jüngste im Haus. Doch du kannst von dir sagen: Ich kann bei jeder Prinzessin einen Kuss wagen."

Dieses Glück genoss Willi Sendelbeck offensichtlich gern. Aber auch den Handschlag von Frederik I. nahm er gerne an. Der neue Prinz ist nämlich von Beruf Schlotfeger und damit Glücksbringer. Der 21-jährige übt seinen Beruf im Kehrbezirk der Stadt Zeil aus, ist aber seit seiner Kindheit in den Rentweinsdorfer Fasching hineingewachsen. "Mein Vater war auch schon Prinz und er ist ja jetzt im Sechserrat tätig", verriet er.

Frederik selbst trat in den letzten Jahren mit der Gruppe "die Spezialisten" auf, die mit ihren Auftritten das Dorfgeschehen beleuchtet hat. Außerdem hat er im letzten Jahr zum ersten Mal das Bühnenbild gemalt." Von einem Faschingsneuling kann man bei diesem jugendlichen Prinzen also keinesfalls sprechen.

Bei Prinzessin Isabel I. ist das aber ganz anderes. "Für mich ist diese Rolle etwas ganz Neues, denn ich kann auf keine Auftritte im Fasching verweisen und habe höchstens den Fasching wie andere auch miterlebt." Außerdem kommt sie auch gar nicht aus Rentweinsdorf, sondern aus Kaltenbrunn. Sie ist Frederiks Freundin, und als aktiver Faschingsnarr hat er sie nun auch zur Prinzessin Isabel I. auserkoren. den Angaben zufolge musste er sie nicht lange überreden, im Fasching mitzumachen. Beide brachten ihren ersten Auftritt mit einer besonderen Freundlichkeit und Herzlichkeit gut über die Bühne und die Rentweinsdorfer Narren werden sich ganz bestimmt über ihre Herrschaft freuen.


Große Pläne

Als Höhepunkte stehen die Büttensitzungen am 22. und 23. Januar , jeweils um 19 Uhr im Marktsaal im Terminkalender. Auch auswärts, wie bei den Faschingszügen in Ebern oder Baunach, werden die Tollitäten die Rentweinsdorfer Faschingsnarren vertreten.

Sechserrat Oliver Stark verriet, man werde versuchen, neue Ideen in die Faschingssitzungen einzubringen." Froh zeigte er sich darüber, dass viele "alte Akteure" wieder mit dabei seien und in die Bütt steigen wollen. Für besondere Fragen und Anregungen stehe Matthias Sperber aus dem Sechserrat zur Verfügung. Der Kartenvorverkauf für die Büttensitzungen findet am Samstag, 12. Dezember, von 10 bis 12 Uhr im Rathaus statt.