Mit dem nächsten Abschnitt der Rathaussanierung in Untersteinbach befasste sich der Gemeinderat Rauhenebrach in seiner ersten Sitzung 2018. Die Bauarbeiten im Rahmen des Kommunalen Investitionsprogramm KIP sind weitgehend abgeschlossen, jetzt folgt der Umbau des Verwaltungstraktes, den die Gemeinde ohne Fördermittel anschließt.

Am ersten Februar-Wochenende werden die Verwaltungsmitarbeiter auf ihre Übergangs-Arbeitsplätze im Sitzungsaal des Rathauses umziehen, dann wird der Bürotrakt links des Eingangs komplett umgebaut und auch der Raumzuschnitt den Anforderungen einer modernen Verwaltung angepasst. Damit das alles in möglichst kurzer Zeit stattfinden kann, wurden in der Sitzung am Dienstagabend Aufträge mit einer Gesamtsumme von 73 000 Euro vergeben. Bürgermeister Matthias Bäuerlein (FW) freute sich, dass die Angebote alle innerhalb des geschätzten Kostenrahmens blieben.

Der Gemeinderat hat beschlossen, sich für das Programm KIP-S für Schulen zu bewerben, um damit die Sanierung der Schulturnhalle realisieren zu können. Für die Antragstellung braucht es eine Entwurfsplanung mit Kostenberechnung. Die Gebäudehülle wurde vor einigen Jahren energetisch saniert, innen wäre jedoch vieles zu erneuern - vom Prallschutz an den Wänden bis zum Boden.

In der Diskussion schlugen einige Gemeinderatsmitglieder vor, die Halle nicht zu sanieren, sondern zu erweitern zu einer Zweifachturnhalle mit kleiner Tribüne. Argumentiert wurde unter anderem mit den Jugendfußballmannschaften, die auswärts trainieren, weil die Halle in Rauhenebrach zu klein ist. Auch Hallenturniere und die Winterrunde der Korbballmannschaften könnten aus diesem Grunde nicht in Untersteinbach stattfinden. So wurde ein Architekturbüro beauftragt, die Entwurfsplanung und Kostenermittlung für die Bewerbung im Förderprogramm zu erstellen und ergänzend eine Vergleichsplanung mit Kostenschätzung für eine Erweiterung zu einer Zweifachturnhalle.

Das Amt für ländliche Entwicklung hat darauf hingewiesen, dass zusätzliche Mittel für Hochbaumaßnahmen in der Dorferneuerung zur Verfügung stehen. Deshalb schlug Bürgermeister Matthias Bäuerlein vor, die Sanierung der Alten Schule in Falsbrunn zu forcieren. Der Gemeinderat stimmte dem zu und ermächtigte den Bürgermeister, einen Architektenvertrag abzuschließen, weil es auch hier für die Antragstellung eine Entwurfsplanung mit Kostenschätzung braucht.

Gemeinsam mit Kirchenverwaltung und Kindergartenverein geht die Gemeinde Rauhenebrach die Generalsanierung des Altbauteils der Kindertagesstätte Untersteinbach an. Die Kinderkrippe wurde vor einigen Jahren neu errichtet, jetzt wird der Bereich der Regelgruppen komplett saniert. Die Bauarbeiten sollen nach Möglichkeit von den Sommerferien 2018 bis zu den Sommerferien 2019 dauern. Die Kindergartengruppen sollen für diese Zeit in die ungenutzten Räume im Schulgebäude in Untersteinbach ausgelagert werden. Kindergartenaufsicht und Bauamt hätten dem schon zugestimmt, informierte Bürgermeister Matthias Bäuerlein.

Die Umbauarbeiten halten sich in Grenzen. Zwar muss sowohl im Innen- als auch im Außenbereich eine Abtrennung erfolgen, eigene Toilettenanlagen müssen jedoch nicht eingebaut werden, weil kindgerechte Toiletten vorhanden sind. Details würden in den kommenden Wochen noch in einem Gespräch mit Schul- und Kindergartenleitung sowie Elternvertretern abgesprochen, erklärte Matthias Bäuerlein.

Auch der Bauentwurf lag dem Gemeinderat vor. Das Gebäude wurde Anfang der 1970er Jahre errichtet. Zwischenzeitlich wurde nur das Flachdach saniert. Eigentümer ist die Katholische Kirchenstiftung Untersteinbach. Die Sanierung umfasst die beiden Gruppenräume und Intensivräume, die WC-Anlage, die Küche, den Turnraum, den Personalraum, die Personaltoilette und den Putzraum. Sobald es eine Kostenermittlung gibt, wird der staatliche Zuschuss beantragt. Dann will der Gemeinderat über den Gemeindeanteil beschließen.

Die Planungen stießen auf positives Echo, auch der Übernahme der Bauträgerschaft durch die Gemeinde stimmte das Gremium zu. Beim Bau der Kinderkrippe habe sich das bewährt, weil die Verfahrenswege kürzer sind, hieß es. Es wird zu diesem Zweck wieder ein Bauausschuss gegründet, dem für die Gemeinde Bürgermeister Matthias Bäuerlein, für die Kirchenstiftung Pfarrer Kurt Wolf und Oskar Ebert sowie Rainer Hirt und Markus Karbacher als Vertreter des Kindergartenvereins angehören. Dieser Ausschuss koordiniert die Baumaßnahme, steuert den organisatorischen Ablauf und bereitet die erforderlichen Entscheidungen des Gemeinderates vor.

Seit Dezember 2000 ist der Bebauungsplan "Fürnbach II" rechtskräftig, eine Erschließung der vorgesehenen 15 Bauplätze ist bisher nicht erfolgt. Das Landratsamt hat die Gemeinde nun wiederholt auf diesen Bebauungsplan angesprochen, der aus heutiger Sicht überdimensioniert erscheint. Wenn keine Umsetzungsabsicht zu erkennen ist, kann der Bebauungsplan faktisch als ungültig erklärt werden. Die Verwaltung schlug nun vor, den Bebauungsplan dem geschätzten notwendigen Bedarf anzupassen und ihn mit sechs bis acht Bauparzellen zu aktualisieren. Damit bestand in der Diskussion weitgehend Einverständnis. Der Bauausschuss des Gemeinderats soll sich das Gelände ansehen und Vorschläge für die nächste Gemeinderatssitzung erarbeiten.

Für die Feuerwehr Untersteinbach soll ein Fahrzeug (ein HLF) angeschafft werden. Für die Ausschreibung ist es nötig, ein Fachbüro einzuschalten. Der Auftrag wurde erteilt.