Gleich am Neujahrstag treffen sich die Mitglieder der Kirchengemeinde Limbach traditionell zunächst zum Gottesdienst und dann zum Neujahrsempfang im Pfarrsaal. Rückblick, Ausblick und die Übergabe von Spenden stehen dabei im Mittelpunkt.
Die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Sigrid Schuhmann blickte zurück auf ein Jahr, in dem auch in Limbach Unglücke, die Finanzkrise, Krieg, Flucht und Terror Themen waren. Die Arbeit in der Pfarreiengemeinschaft war geprägt vom Weggang von Pfarrvikar Thomas Drexler und der Erkrankung von Pfarrer Thomas Klemm, an den herzliche Genesungswünsche gerichtet wurden. Entsprechend hoch war die Arbeitsbelastung für die verbliebenen Hauptamtlichen und auch die Ehrenamtlichen in den einzelnen Kirchengemeinden.


Viele Wallfahrer empfangen

Gerade in Limbach sind die Ehrenamtlichen stark gefordert, denn neben den üblichen Pfarrei-Aktivitäten sind auch viele
Wallfahrtsgruppen zu bewirten. 25 Fußwallfahrten kamen im vergangenen Jahr, dazu kamen 40 angemeldete Buswallfahrten mit Führungen und 100 Busse mit Flusskreuzfahrern, meist aus den USA und Kanada. Am Pfingstmontag empfing und segnete Pfarrer Pottler außerdem eine Fahrradwallfahrt. Sigrid Schuhmann dankte allen, die sich in der Kirchengemeinde engagieren. Dankbar sei man auch Pfarrer Ottmar Pottler für sein großes Engagement als Wallfahrtspfarrer.
Auch die Vertreter der Kirchengemeinde Limbach beteiligten sich am Gesprächsprozess "Kirche ein Gesicht geben" und Sigrid Schuhmann dankte allen, die auch im Jahr 2015 der Pfarrei und damit der Kirche ihr Gesicht gaben, die sich engagierten, die christlich und in Nächstenliebe handelten.
Jemanden für ein Ehrenamt zu gewinnen sei zwar immer schwieriger, man müsse auch Kritik aushalten, doch sei die Arbeit immer auch bereichernd "und wenn niemand mehr was macht, was wären wir als Gemeinschaft dann noch", fragte sie. Stellvertretend ging ihr Dank an Elke Krause, die 20 Jahre lang die Ministranten betreute und nicht nur dem Johannisfeuer ihre Handschrift verlieh. Eine Nachfolge für die Ministranten-Betreuung wird noch gesucht. Schuhmanns Dank galt auch der Kirchenverwaltung und der Stadt Eltmann für die gute Zusammenarbeit.


Außensanierung wird vorgezogen

Die unterstrich auch Kirchenpfleger Thomas Pflaum. Diese Zusammenarbeit war auch sehr nötig und bleibt wichtig, denn die gemeinsamen Baumaßnahmen reißen nicht ab. Nach der Sanierung des Pfarrsaales und dem Neubau des Kindergartens wird jetzt die Außensanierung der Wallfahrtskirche etwas vorgezogen, weil der letzte Sturm erneut Schäden am Dach angerichtet hat. Die Diözese wolle die Renovierung 2016 angehen, kündigte Pflaum an. Auch die örtliche Kirchenstiftung werde mit 50.000 Euro einen im Verhältnis zur Maßnahme zwar geringen, aber für die Gemeinde beachtlichen Eigenanteil beisteuern müssen, so Pflaum. Umso wichtiger sei das Engagement der Limbacher bei den Pfarrei-Veranstaltungen und der Bewirtung in der Pilgerhalle.
"Seit ich da bin, wird hier gebaut", schmunzelte Pfarrer Ottmar Pottler. Seit sieben Jahren ist er - eigentlich - als Ruhestandspfarrer, aber auch als Wallfahrtsseelsorger in Limbach. Er freut sich auf die Sanierung der Wallfahrtskirche. Viele Gäste werde Limbach in diesem Jahr wieder empfangen, der prominenteste wird wohl am 13. Juli zum Fatima-Gottesdienst anreisen, nämlich Kurienkardinal Paul Cordes.


"Allerhand los"

Die besten Neujahrsgrüße überbrachte auch Bürgermeister Michael Ziegler und lobte die Limbacher Dorfgemeinschaft und den Zusammenhalt. Die Stadt werde sich natürlich an der Sanierung der Wallfahrtskirche beteiligen und der Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses werde in diesem Jahr geplant. "Allerhand los" sei in Limbach, so Aloysius Böhnlein, der im Namen der Vereien den Limbacher Veranstaltungskalender vorstellte.
Herzlich dankte Gemeindereferentin Isabella Friedrich den Familien Schumann, Schug und Dreitz, die gemeinsam das Adventsfenster ausrichteten. Dabei wurden 420 Euro erwirtschaftet, die wieder in gemeinnützige Zwecke fließen. Jeweils 60 Euro nahmen Walter Bauer für die Bolivien-Hilfe und Pfarrer Ottmar Pottler für das Baby-Hospital in Bethlehem entgegen, 100 Euro erhielten die Ministranten von Limbach als Belohnung für ihr Engagement. Die restlichen 200 Euro gingen auf Wunsch von Matthias Schumann an die Tierschutzinitiative Haßberge. Bianka Däumer und Karin Kraus waren überwältigt, solche Spenden bekäme die TI nur sehr selten, erklärten sie.
Auch Maria Müller, die Pfarrhaushälterin, war wieder sehr aktiv. Den Erlös ihres Basars in Höhe von 200 Euro übergab sie dem Kirchenpfleger für die Sanierung der Pieta in der Wallfahrtskirche.