Der Ausbau des 5G-Mobilfunknetzes mit einer Standortsuche im Bereich Cottenau/Weißenbach/Osserich stößt nicht nur bei den Anwohnern, sondern auch bei der Marktgemeinde auf Widerstand. In der Sitzung des Gemeinderates am Dienstagabend kam es zu einer einstimmigen Beschlussfassung, den vorgesehenen Standort oberhalb von Weißenbach zu Fall zu bringen.

Im Klartext: Der Markt Wirsberg wird dafür keine weitere Mitarbeit vornehmen und alles versuchen, den Ausbau des 5G-Netzes für den vorgesehenen Bereich zu verhindern. Was sich das Gremium nicht erklären konnte, das war die Feststellung des Wirtschaftsministeriums, dass im Bereich von Cottenau/Weißenbach/ Osserich im Mobilfunknetz ein "weißer Flecken" erkannt wurde, dagegen aber in Weißenbach und Osserich ansässige Unternehmen feststellen, dass sie im Mobilfunk bestens versorgt sind.

Bürgerinitiative geplant

Bis jetzt liegen der Marktgemeinde bereits 80 Unterschriften vor, die den Standort ablehnen und Bürgermeister Jochen Trier (FW) kündigte auch die Gründung einer Bürgerinitiative an: "Wir werden alle rechtsstaatlichen Mittel ausschöpfen, um den Mast nicht zu bekommen. Wir wollen es nicht."

Das Gremium sah in dem vorgesehenen Standort auf der Höhe von Weißenbach und Cottenau eine massive Verschandelung der Landschaft, denn der Mast mit einer Höhe von 50 Metern wäre weithin sichtbar. Was Bürgermeister in dem Zusammenhang erwähnte: Die einheimischen Grundstücksbesitzer, die eigentlich die besseren Grundstücke für den Masten hätten, seien verantwortungsbewusst und lehnten eine Nutzung ihrer Grundstücke ab.

Die neue ILE-Managerin Elena Büttner stellte zum Beginn der Gemeinderatssitzung ihr Aufgabenspektrum und die Maßnahmen vor, die im vergangenen und in diesem Jahr über das Regionalbudget des Fränkischen Markgrafen- und Bischofslandes in der Marktgemeinde Wirsberg abgewickelt wurden. Hier verwies sie auf das Kleingradierwerk, das beim Bau des barrierefreien Kurweges integriert wird.

Ein Gesundheitstal

Wie Bürgermeister Jochen Trier dazu erklärte, will die Kommune das Schorgasttal als Gesundheits- und Familiental entwickeln, dabei auch barrierefrei, ohne den natürlichen Charakter des Tales zu zerstören. Auf Zustimmung stieß auch die Fortschreibung des ILE-Konzeptes für die nächsten Jahre, die anteiligen Kosten werden sich für den Markt Wirsberg auf maximal 2900 Euro belaufen, die allerdings durch das Amt für Ländliche Entwicklung gefördert werden.

Dorferneuerung verzögert sich

Was die Dorferneuerung in Osserich angeht, werde der Markt Wirsberg weiterhin am Ball bleiben, auch wenn die Förderung teilweise noch im Unklaren sei. Die Planung stehe, es sei aber derzeit nicht absehbar, wann die Dorferneuerung Osserich in eine Förderung kommt. Bürgermeister Trier: "Wir sind aber weiterhin in dem Verfahren dabei und wir haben uns auch bemüht, weitere Fördertöpfe anzuzapfen. Es läuft alles und schlussendlich wissen wir nicht, wohin die Reise geht."

Iris Blätterlein (SPD) hielt es für notwendig, dass für die Fußgänger zum Bürgerzentrum ein Hinweisschild angebracht wird, bereits beginnend am früheren Einkaufmarkt Putze.