Dieter Britz

Soll das Dach des geplanten Wasser-Tiefbehälters eine Fotovoltaik-Anlage bekommen und der damit erzeugte Strom direkt für das Pumpwerk benützt werden? Diese Frage stand auf der Tagesordnung des
Gemeinderates. Eine Abstimmung darüber wurde jedoch vertagt.
Bürgermeister Fridolin Zehner (CSU) soll zuerst ermitteln, ob sich eine derartige Anlage wirklich nach neun Jahren amortisiert, wie von dem Haßfurter Planungsbüro Baurconsult errechnet. Die Planungen für den Tiefbehälter laufen zurzeit im Büro Baurconsult auf Hochtouren, sagte Zehner.
Diverse Abstimmungsgespräche mit dem Bürgermeister, dem Wassermeister und der Verwaltung hätten bereits stattgefunden. Bei einem der Gespräche brachte die Bauverwaltung den Vorschlag ein, auf dem Pultdach des Tiefbehälters eine Fotovoltaik-Anlage aufzubauen. Nach Berechnungen des Planungsbüros würde eine derartige Anlage etwa 11 000 € kosten und sich nach etwa neun Jahren amortisieren. In der Sitzung des Gemeinderates wurde hinterfragt, welcher Strompreis hier als Grundlage gedient hat und darauf hingewiesen, dass die Gemeinde über sogenannte "Bündelausschreibungen" (gemeinsame Ausschreibungen des bayrischen Gemeidetages) den Strom billiger bekommen kann. Deshalb sei unklar, wie lange die Amortisierung dauern würde. Bei einem niedrigeren Strompreis könne sich diese nach hinten verschieben, so der Bürgermeister. Der Punkt wurde deshalb vertagt. Schnell abgehakt war die Nachbetrachtung zur Bürgerversammlung, denn hier hatte es keine Anträge von Bürgern gegeben, nur der Wunsch nach einem kleineren Baugebiet war vorgebracht worden.
Für die Beseitigung eines Leerstandes in der Wiesenstraße im Altort von Rannungen genehmigte der Gemeinderat einen Zuschuss im Rahmen des Förderprogramms der Allianz SWOL. Das Haus erfüllt die Bedingungen, denn es ist seit mindestens zwölf Monaten ungenutzt, wurde vor mindestens 50 Jahren errichtet und soll wieder reaktiviert bzw. zum Wohnen hergerichtet werden. Außerdem liegt das Grundstück im Fördergebiet. Geplant sind Investitionen von etwa 80.000 €. Davon gibt es 10 Prozent, maximal jedoch 7500 € je Anwesen. Dazu kommt noch eine Förderung von 2,5 Prozent für das Kind der Familie, maximal 5000 €. Die Fördersumme beträgt insgesamt 9500 €, die auch vom Gemeinderat so genehmigt wurden. Die endgültige Abrechnung erfolgt
allerdings erst mit der Bezugsfertigkeit des Wohnhauses.