Nicht abgeneigt zeigte sich der Gemeinderat bei seiner Sitzung am Montag gegenüber dem Vorschlag des Gemeinderates Walter Lorper (FB), den Einkaufsbus für ältere Bürger künftig nicht mehr nur alle 14 Tage, sondern mindestens einmal pro Woche fahren zu lassen. Lorper begründete seinen Vorstoß damit, dass sich die beiden Supermärkte, die sich am Ortsrand befinden, vom Zentrum der Gemeinde aus nur schwer zu Fuß erreichen ließen. Auf Vorschlag des Zweiten Bürgermeisters Michael Hofmann (CSU), der den amtierenden Bürgermeister in der Sitzungsleitung vertrat, soll jedoch eine Bedarfsumfrage gestartet werden, um in einer der nächsten Sitzungen endgültig darüber zu entscheiden.

Gleichzeitig soll auf Wunsch Lorpers eine Mitfahrerbank in der Ortsmitte aufgestellt werden. Außerdem möchte er, dass Gespräche mit den Betreibern der Supermärkte geführt werden mit dem Ziel, auch auf dem Gelände der Einkaufsmöglichkeiten Mitfahrerbänke aufzustellen, damit ältere Mitbürger von motorisierten Kunden mitgenommen werden können.

Diskutiert wurde über die künftige Klärschlammentsorgung, da ab 2021 eine landwirtschaftliche Verwertung nicht mehr möglich ist. Es boten sich dem Gremium verschiedene Alternativen an, wobei eine Fremdvergabe ins Auge gefasst wurde. Entsprechende Angebote sollen eingeholt werden. In der Gemeinde Weidhausen geht man von jährlichen Kosten von maximal 34 000 Euro aus. Deswegen wurde die Fremdvergabe einstimmig beschlossen. Aus wirtschaftlichen Gründen lehnten die Gemeinderäte eine Zusammenarbeit mit der Gemeinde Sonnefeld zum Transport des Nassschlammes in die Kläranlage Sonnefeld ab. Auch die Anschaffung einer Klärschlammschneckenpresse für 250 000 Euro wollten sie nicht.

Das Gremium beschloss, die Richtlinien zur Förderung der Vereine anzupassen. Demnach werden künftig Instandhaltungsmaßnahmen ab einer Bagatellgrenze von 2000 Euro bezuschusst. Ferner wird die jährliche Pauschalzuwendung für die Jugendförderung auf 150 Euro erhöht, ebenso die Zuwendung an Vereine, die Ortsmeisterschaften ausrichten, auf 100 Euro und die Pauschalzuwendung für Chorleiterstunden auf 300 Euro. Für die Nachmittagsbetreuung von Kindern wird zusätzlich eine Erzieherin oder ein Erzieher eingestellt, da bei steigender Tendenz bereits 74 Kinder betreut werden.

Kämmerer Christoph Hohlweg zeichnete in seinem Bericht über die bisherige Abwicklung des Haushaltes 2020 ein positives Bild. "Man solle jedoch nicht euphorisch werden, sondern diszipliniert mit den Ausgaben umgehen", meinte er. Zurückgeschraubt auf 1,385 Millionen Euro wurde der ursprüngliche Ansatz der Gewerbesteuer von 1,6 Millionen Euro.

Der Zweite Bürgermeister verabschiedete die ausgeschiedenen Gemeinderäte Thomas Carl (FB), Jürgen Friedrich (CSU), Norbert Wittmann (DG) und Michael Werner (SPD). "Sie hatten stets das Gemeinwohl im Auge", ließ Hofmann wissen. Gleichzeitig dankte er Manfred Künzel (FB) für acht Jahre Tätigkeit als Zweiter Bürgermeister. dav