Der von Kronach Creativ getragene VHS-Musikring plant für die Saison 2020/21 erneut vier Konzerte im Kreiskulturraum. Wegen der Größe von Saal und Bühne ist es möglich, die Maßnahmen zum Infektionsschutz einzuhalten. Über genaue Details hierzu werden die Konzertbesucher rechtzeitig informiert.

Die Konzertreihe beginnt am Samstag, 24. Oktober, mit dem Programm "RHEINe GOLDstücke" des Coburger Kammertrios mit Werken für Klarinette, Viola und Klavier. In diesem Ensemble, das seit 2010 besteht, findet sich Edgar Eichstädter, Soloklarinettist des Philharmonischen Orchesters Landestheater Coburg sowie langjähriger Dozent für Klarinette und Saxophon an der hiesigen Berufsfachschule für Musik, mit Andreas Hilf (Viola) und Antonio Grimaldi (Klavier) zusammen.

Der Bezugspunkt der einzelnen Werke des Kronacher Programms ist der Rhein. Von Max Bruch erklingen seine "Stücke op. 83" für Klarinette, Viola und Klavier, die in Bonn am Rhein uraufgeführt wurden. Ludwig van Beethoven wurde in Bonn am Rhein vor genau 250 Jahren geboren. Das Coburger Kammertrio musiziert beim Musikring sein "Grand Trio" op. 38. Der Wahldüsseldorfer Robert Schumann ist so etwas wie ein "rheinischer Nationalheld", der mit seinen "Märchenerzählungen" op. 132 im Konzert vertreten ist.

Virtuosinnen im Zusammenspiel

Am Samstag, 14. November, sind zwei international ausgezeichnete Solistinnen zu Gast, Katrin Ambrosius-Baldus (Violine) und die gebürtige Kronacherin Barbara Scherbel (Klavier). Jede für sich ist eine Virtuosin klassischer Musik. Zusammen sind sie das Duo Scherbel-Ambrosius, das sich in München zusammengefunden hat. Mal feurig, mal delikat expressiv feiern die beiden die Musik von Johannes Brahms. Im Programm "In meinen Tönen spreche ich" finden sich eine Auswahl seiner Ungarischen Tänze sowie die Violinsonate op. 108 d-Moll. Abgerundet wird der Abend durch Romanzen von Clara und Robert Schumann.

Auch ein Programm pro Saison mit "Historischer Aufführungspraxis" hat sich in den letzten Jahren beim Musikring etabliert - diesmal kommen die Zuhörer in den Genuss von Klassik und früher Romantik mit dem Duo Hinrichs Hladek. Das Konzert mit dem Titel "Göttlicher Funke - Schubert und Beethoven" mit Daja Leevke Hinrichs (Traversflöte) und Stefan Hladek (Gitarre) findet am Samstag, 30. Januar 2021, statt. Die beiden Darmstadter Musiker haben es sich zur Aufgabe gemacht, der beliebten Besetzung Flöte/Gitarre einen neuen Anstrich zu geben. In historischen Besetzungen loten sie neue Klangmöglichkeiten unter anderen mit Traversflöte, Klappenflöte, Barockgitarre und romantischer Gitarre aus. Neben Originalwerken greift das Duo auf den reichen Schatz von historischen Bearbeitungen zurück und bearbeitet in bester historischer Tradition Werke für die eigene Besetzung.

Den Abschluss machen am Samstag, 27. Februar 2021, Tatiana Kozlova (Klavier) und Yuri Bondarev (Viola) mit "Seelenverwandtschaften" - einem Kammermusikprogramm der besonderen Art, das sich der russischen und deutschen Musik des 19. Jahrhunderts widmet. Einer Epoche, in der die russische und deutsche Kultur aufs Tiefste miteinander verbunden war. Den beiden aus Sankt Petersburg stammenden Musikern ist es ein Anliegen, diese tiefe Verbundenheit in ihrem Konzert zum Klingen zu bringen. Hierfür haben sie Werke von Michail Glinka, Anton Rubinstein, Robert Schumann und Johannes Brahms ausgewählt.

Das entfallene Konzert "Original Klassik" vom März 2020 mit dem Ensemble "La Selva Armonica" soll ebenfalls nachgeholt werden. red