JOsef Hofbauer

Im Ortseingangsbereich von Gasseldorf in unmittelbarere Nähe zur Staatsstraße - von Unterleinleiter kommend - will ein Unternehmer eine "Selbstbedienungstankstelle für Holzpellets" errichten. Wegen der Durchfahrtshöhen und der Kapazität des Silos wird die, in diesem Gebiet geltende Bauhöhe von 8,50 Metern mit geplanten 13,30 Metern deutlich überschritten.
Die Verwaltung habe Bedenken, fand Bürgermeisterin Christiane Meyer (NLE) bei der jüngsten Sitzung des Bauausschusses. Das Gebäude wirke zu dominant.
"Ich habe kein Problem damit", konterte Stadtrat Klaus Neuner (CSU). Der Turm des Feuerwehrhauses überschreite die maximale Bauhöhe ebenfalls deutlich, doch alle hätten sich daran gewöhnt. Niemand empfinde das Gerätehaus als Fremdkörper.
Dem Gegenargument, der Betreiber könnte auf die Idee kommen, am Siloturm Werbung anzubringen, hielt Neuner entgegen, dass dies in der Baugenehmigung gleich ausgeschlossen werden könne. Das sei baurechtlich nicht möglich, bedauerte Bürgermeisterin Christiane Meyer, die vorschlug, der Bauwerber solle sich einen anderen Standort suchen. In einer Kampfabstimmung wurde dieser Vorschlag mit Stimmengleichheit abgelehnt. Stadtrat Richard Wiegärtner hatte sich der Stimme enthalten. "Ich habe nichts gegen das Silo" begründete er.
Zwar werde aus städtebaulicher Sicht das Einvernehmen verweigert, wenn der Antragsteller aber einen neuen Standort wähle, bei dem der Bau besser in die Landschaft integriert werde und das Gebäude weiter Richtung Böschung versetze, sei eine Zustimmung möglich, verdeutlichte Bürgermeisterin Meyer. Unter diesen Voraussetzungen fand sich eine knappe 5:4 Mehrheit, die für einen anderen Standort plädierte.