von unserem Redaktionsmitglied 
Anette Schreiber

Burgwindheim — Etwa ein Drittel der Marktgemeinderäte steht nicht hinter der Resolution. Der Resolution zum Erhalt des Naturparks Steigerwald. Für die warb insbesondere Erster Bürgermeister Thaler (CSU).
Insgesamt 57 Verbände und Gemeinde n hätten sich angeschlossen und die mehrfach überarbeitete Resolution unterzeichnet, so Thaler. Deren Ziel sei die Weiterentwicklung der Region. "Wir brauchen eine starke Stimme, die in München Wirkung zeigt." Es gehe darum, den Steigerwald erstmals gemeinsam professionell zu bewerben. Man müsse Allianzen schmieden, um höhere Förderungen zu bekommen.
Dazu wandte Franz Werner (CUW) ein, für Fördermittel brauche man einen Nationalpark, "eine höhere Förderung gibt es nicht". Sebastian Loch (BB) erinnerte dann daran, dass die Ausweisung des Naturparks Steigerwald gerade für Privatbesitzer mit großen Einschränkungen verbunden sei. "Der Naturpark war ein Riesenfehler." Ein Nationalpark Steigerwald dagegen würde nur Staatswald betreffen.


Mitgliedschaft kritisiert

Katharina Lehnert (BB) wiederum kritisierte die Tatsache an sich, dass die Gemeinde Mitglied im Verein "Unser Steigerwald" ist. Mittlerweile gebe es einen zweiten Verein, der für den Nationalpark und damit genau für ein anderes Ziel ist. "Als Gemeinde sollte man in keinem Verein sein", fand sie.
Die Diskussion der beiden Vereine insgesamt nervt Gemeinderat Peter Thomann (DLB). Harald Pflaum (CSU) wiederum gab zu verstehen, dass er "an dem Papier" (der Resolution) "nichts Negatives" sehe. Zweiter Bürgermeister Johannes Polenz (DLB) warnte davor, durch die Diskussion zum Thema Nationalpark "Öl ins Feuer" zu gießen. Letztlich stimmte man mit sieben zu drei Stimmen für die Unterzeichnung der Resolution.
Aus den vier abgehaltenen Bürgerversammlungen hatte Bürgermeister Thaler keine Themen mitgebracht, für die eine Abstimmung notwendig gewesen wäre, so konnte er es bei einer Zusammenfassung der Anliegen bewenden lassen, welche die Bürger artikulierten.
Eine Frage, die wohl doch etliche Bürger bewegt, formulierte am Ende des öffentlichen Sitzungsteils Joseph Herbstsommer aus den Reihen der Zuhörer: Er wollte wissen, wie es denn nun aussehe mit dem Allegemeinarzt, der nach Burgwindheim kommen soll. "Ich kann erneut Entwarnung geben", sicherte Heinrich Thaler zu: "Dr. Weghorn wird kommen." Der Arzt habe erst eine Wirtschaftlichkeitsberechnung machen lassen müssen. Die Umbauarbeiten würden in Kürze beginnen, teilte der Bürgermeister dazu abschließend mit.