Zum Artikel "Die CSU stützt Melanie Huml" vom 20.08.: Es war schon immer so: Wer vorprescht, kann leicht stolpern. Das ist nun mit dem bayerischen Modell für Rückkehrer-Tests passiert. Die zuständige Ministerin für Gesundheit geriet wegen ihrer (Fehl?)-Einschätzung zum Ablauf des Prozesses in Schieflage.

Sicher, wenn ein offensichtlicher Fehler passiert ist, darf man nahestehenden Organisationen nicht die Schuld zuweisen. Zuerst muss im eigenen Ministerium geforscht werden, ob nicht geschlampt oder gar sabotiert wurde. Wenn dies der Fall wäre, muss es Konsequenzen für die Verantwortlichen haben.

Dass jedoch die Oppositionspolitiker, die von "Zwangstests" und "Freiheitsberaubung" sprechen, was die Aktionen der bayerischen Staatsregierung anbelangt, hier den Rücktritt von Staatsministerin Melanie Huml fordern, ist schlichtweg nur primitiv. In dieser schwierigen Zeit würde es ihnen gut anstehen: Maske aufsetzen und schweigen ...

Reinhard Singer

Bamberg