Nach einer zweijährigen Corona-Zwangspause hatten 13 Feuerwehrnachwuchsgruppen aus dem Landkreis Kronach wieder die Möglichkeit, ihr Können und ihr Geschick beim Leistungsmarsch beziehungsweise einer Jugendolympiade zu messen. Beim Kreisleistungsmarsch konnte sich die Gemeinschaftsgruppe der Jugendfeuerwehren Stockheim/Burggrub den ersten Platz sichern. Sie qualifizierte sich damit für den Bezirksleistungsmarsch, der im Oktober im Landkreis Bamberg ausgetragen wird.

Für die Jugendlichen galt es, einen Rundkurs von etwa fünf Kilometern durch den Ortsbereich von Rothenkirchen zu bewältigen. Start war am Schwimmbad. Danach ging es für die jugendlichen Floriansjünger an insgesamt zwölf Stationen so richtig zur Sache. Sie mussten ihr feuerwehrtechnisches Wissen unter Beweis stellen, was ihnen zur Zufriedenheit der Betreuer und der Schiedsrichter aus den Reihen der Kreisbrandinspektion und der teilnehmenden Wehren hervorragend gelang.

Bei der ersten Station mussten die Teilnehmer zunächst unter den wachsamen Augen der Wertungsrichter einen Brustbund zur Rettung von Personen anlegen. Bevor es zu den Testfragen ging, galt es noch, einen Mastwurf an einer Feuerwehrpumpe anzulegen. Ein Gestell für vier feuerwehrtechnische Knoten, das zielgenaue Ausrollen eines Feuerwehrschlauchs, der Aufbau einer C-Leitung, das Aufziehen eines Strahlrohrs, der Zielwurf mit einer Feuerwehrleine sowie das Kuppeln einer Saugleitung rundeten die praktischen Aufgaben ab.

Das Zuordnen von Ausrüstungsgegenständen zu bestimmten Oberbegriffen unter der Aufsicht von Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger bildete die letzte Station, bevor es wieder zum Schwimmbad zurück ging.

Neben dem Kreisleistungsmarsch konnten die Jugendlichen bei der gleichzeitig veranstalteten Jugendfeuerwehrolympiade ihre Fertigkeiten bei etwas anderen Übungen vergleichen. Nach einem für die Teilnehmer anstrengenden Tag stand am späten Nachmittag fest, welche Jugendfeuerwehren den Landkreis Kronach auf Bezirksebene beim Leistungsmarsch der Jugendfeuerwehren Oberfrankens vertreten werden.

Den Sieg erkämpfte sich die Gemeinschaftsgruppe Stockheim/Burggrub. Sie verwies die Jugendgruppe Pressig knapp auf den zweiten Platz. Die Gruppenverbindung Teuschnitz/Wickendorf und die Jugendfeuerwehr Rothenkirchen belegten die weiteren Plätze.

Alle vier Gruppen, ausgestattet mit Polo-Shirts der Jugendfeuerwehr , die die Firma Max Frank aus Pressig gestiftet hat, dürfen sich nun auf den oberfränkischen Wettbewerb freuen.

Bei der Jugendolympiade sicherte sich die Jugendfeuerwehr Teuschnitz den ersten Rang. Sie verwies die Jugendgruppen Windheim, Nordhalben, Rothenkirchen, Wickendorf, Wallenfels und Tschirn auf die weiteren Plätze.

Bürgermeister Stefan Heinlein sowie Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger würdigten die ausgezeichneten Leistungen der Jugendlichen und freuten sich über ein derart hohes ehrenamtliches Engagement.

Die jungen Floriansjünger seien die Hoffnungsträger der Zukunft, so Ranzenberger, denn nur sie sicherten in der Zukunft die stete Einsatzbereitschaft der Wehren. msc