Der Unterfranke Andreas Kümmert , vor acht Jahren umjubelter Gewinner der Gesangs-Castingshow „The Voice of Germany“, gab Kostproben seines Könnens bei einem Open-Air-Konzert am „Struwwelpeter“ in Kronach . Die musikalischen Wurzeln des 35-Jährigen liegen im Blues und Rock ’n’ Roll der 60er und 70er Jahre. Diese Musik lernte er über die Plattensammlung seines Vaters, der selbst aktiver Trompeter war, lieben.

Andreas Kümmert lernte mit neun Jahren Schlagzeug und mit 13 Jahren Gitarre. In verschiedenen Schülerbands wirkte er zunächst als Schlagzeuger , später als Sänger mit. Er war Sänger , Songwriter und Gitarrist in einer Band, von der er sich später trennte, um als Solist weiterzumachen. 2010 brachte er seine erste CD auf dem Markt. „Smilin’ in Circles“ war eine Eigenproduktion mit sechs eigenen Liedern und einem Instrumentalintro.

Seinen größten Erfolg feierte Kümmert im besagten Jahr 2013. Bei seinem ersten Auftritt in den „Blind Auditions“ gefiel er mit seiner Interpretation von „Rocket man“ von Elton John und avancierte früh zum Favoriten der Show. In der ersten Runde der Liveshows sang er „If you dont’t know me by now“ von „Harold Melvin and the Blue Notes“. Er erreichte das beste Abstimmungsergebnis, und seine Interpretation des Liedes stürmte die deutschen und in die österreichischen Musikcharts.

Charts gestürmt

Das nach seinem Halbfinalsieg veröffentlichte Finallied, seine Eigenkomposition „Simple man“, übernahm sofort Platz eins der i-Tunes-Charts und erreichte später den vierten Platz der offiziellen Singlecharts. Bei der Endwertung wurden auch die Verkaufszahlen einbezogen, so dass Kümmert mit einem deutlichen Vorsprung in das Showfinale einzog. In diesem konnte er sich in der Zuschauerabstimmung klar gegen die drei anderen Kandidaten durchsetzen und gewann damit diese Staffel von „The Voice of Germany“.

In der Kreisstadt kam er nach einem Verkehrsstau etwas verspätet an. In aller Ruhe gab es vor dem Soundcheck noch eine Tasse Kaffee und eine Zigarette.

Im wunderbaren Ambiente im Hof des „Struwwelpeters“ hatte sich der Gitarrist schon nach wenigen Stücken warm gespielt und entledigte sich seiner Schirmmütze. Stimmlich wieder in bester Form, standen ihm bald Schweißperlen auf der von der Sonne angestrahlten Stirn.

Kümmert ließ auch in Kronach die 60er und 70er Jahre wiederaufleben, als Bands wie die „ Rolling Stones “ und „ Led Zeppelin “ oder Stars wie Jimi Hendrix , Eric Clapton oder Joe Cocker die Rockmusik zelebrierten.

Andreas Kümmert lebt für diese Musik und nahm sein Publikum bei diesem Bluesrockabend im Freien, nach dem sich viele nach der langen Corona-Pause gesehnt hatte, mit auf eine Zeitreise. Und die Zuschauer erlebten einen Abend der Extraklasse.