Viele Leute verbinden Irland und den irischen Nationalfeiertag vor allem mit der Farbe Grün - und mit vielen, vielen Pints of Guinness. Wie so oft, so fiel auch heuer der 17. März in die Fastenzeit - aber gefeiert wurde diesmal nur im Wohnzimmer oder vielleicht ein bisschen auf der Straße - zum Leidwesen aller Iren und Irlandfans auf der ganzen Welt.

Paraden entfielen

Das Virus hatte auch Castlebar fest im Griff. Zwar gibt es dort nach Auskunft von John Moran keinen Coronafall, aber Leo Varadkar, der Premierminister von Irland, hat die Schließung aller Schulen, Kindergärten, Colleges und Universitäten bis auf Weiteres bekanntgegeben. So will er die Ausbreitung des Virus eindämmen. Natürlich entfielen auch alle Paraden zum St. Patrick's Day. Geschäfte bleiben noch geöffnet, aber Pubs und Restaurants dürfen im Moment noch nach eigenem Ermessen öffnen oder schließen, was viele dann meist auf Facebook bekanntgeben. Unter dem Begriff "Global Greening" wurden am 17. März bekannte Gebäude, historische Denkmäler und Sehenswürdigkeiten ganz in Grün getaucht. Seit 2014 gibt es diese Initiative von der Tourismuszentrale Irland. Insgesamt sollen es 267 Denkmäler sein - darunter auch der Eiffelturm, das Empire State Building, die Allianz Arena in München, der Schiefe Turm von Pisa, das Colosseum in Rom - und last but not least der Karpfen Fridolin am Karpfenkreisel in Höchstadt, dessen Partnergemeinde die irische Stadt Castlebar ist. Im vergangenen Jahr wartete man vergeblich auf den grünen Fridolin. Auch heuer wurde er nicht grün erleuchtet. "Es liegt nicht an den Glühbirnen, deren Bestellung reichlich gedauert hat, sondern wohl an einem Kabelschaden, der noch nicht lokalisiert werden konnte. Das ist echt sehr schade", so Dagmar Wennmacher vom Freundeskreis Castlebar. Johanna Blum