Altenkunstadt —  Der Bad Staffelsteiner Planer Manuel Kellner will mit einem neuen Wohngebiet zwischen Altenkunstadt und Woffendorf eine Lücke schließen. Nun ist ein weiterer Lückenschluss geplant: Alexander Groß und Alexander Frik wollen auf einem 5900 Quadratmeter großen Acker in der Altenkunstadter Sudetenstraße oberhalb der Tankstelle Pechwitz zwei Wohnanlagen mit jeweils 14 Wohneinheiten errichten.

Geschäftsführer Jürgen Koch von dem Kulmbacher Bauunternehmen "Bauen mit Koch" stellte das Projekt vor. Vorgesehen sind sowohl Miets- als auch Eigentumswohnungen. Dabei handelt es sich um Ein- bis Dreizimmerwohnungen, deren Größe zwischen 25 und 80 Quadratmetern schwankt. "Die Häuser verfügen über einen Aufzug und die Wohnungen sind barrierefrei", erklärte Koch im Gespräch mit dieser Zeitung. Auch der Bau eines kleinen Spielplatzes ist vorgesehen. Über eine kleine Stichstraße mit Wendemöglichkeit sollen die beiden Häuser erschlossen werden. Diese soll nach ihrer Fertigstellung ins Eigentum der Gemeinde übergehen.

Realisiert wird das Vorhaben über einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan. Die Kosten für das Aufstellungsverfahren tragen die Antragsteller. Sobald das Landratsamt grünes Licht gegeben hat, wird der Gemeinderat über die Aufstellung des Bebauungsplanes entscheiden.

Das Konzept "Viel Wohnen auf wenig Fläche" der Antragsteller fand Zuspruch im Gremium. Unweit des geplanten Wohnareals stehen mehrere Bäume. Zweiter Bürgermeister Marco Weidner von der Jungen Wähler Union (JWU) und Georg Deuerling von den Freien Bürgern der Ortsteile (FBO) plädierten dafür, diese soweit wie möglich zu erhalten. Weidner schlug vor, die Flachdächer zu begrünen oder eine Photovoltaikanlage auf ihnen zu installieren. Deuerling schrieb den Antragstellern mit Blick auf Starkregenereignisse ins Stammbuch, sich Gedanken über eine Versickerung des Oberflächenwassers zu machen. Koch sicherte zu, die Anregungen in die Planungen mit einfließen zu lassen. Mehrheitlich erteilte das Gremium der Bauvoranfrage das gemeindliche Einvernehmen.

Hauptverkehrsader wird saniert

Die Weismainer Straße ist eine der Hauptverkehrsadern in Altenkunstadt. Sie ist Teil der Staatsstraße 2191, die von Burgkunstadt nach Weismain führt. Zwischen dem 13. September und dem 22. Oktober wird die Fahrbahnoberfläche der Straße in Altenkunstadt zwischen der Mainbrückenkreuzung und dem Röhriger Kreisel erneuert. Autofahrer müssen sich während der Bauarbeiten auf Behinderungen einstellen.

"Der Verkehr wird über die Theodor-Heuß-Straße, den Marktplatz und die Langheimer Straße umgeleitet", teilte Bürgermeister Robert Hümmer (CSU) am Dienstagabend im Bauausschuss mit. Laut Johannes Oppel von der Bauverwaltung erfolgt die Sanierung in vier Bauabschnitten. Zunächst wird der Straßenbelag zwischen der Ampelkreuzung und der Einfahrt zum Fachmarktzentrum erneuert. Dann folgt der Bereich bis zur Abzweigung in die Sudentenstraße. Der dritte Bauabschnitt erstreckt sich bis zur Einfahrt in das Gewerbegebiet. Der letzte und längste Abschnitt verläuft bis zum Röhriger Kreisel.

Die Weismainer Umgehung ist wegen Sanierungsarbeiten an der Straßenböschung noch bis zum 17. September voll gesperrt. Der Verkehr wird über den Altenkunstadter Ortsteil Baiersdorf umgeleitet. Dort wurde an der Kreuzung Mainecker Straße/Forststraße eine Ampel installiert, um gefährliche Situationen wegen des Mehrverkehrs zu verhindern.

Im Juli hatte der Bauausschuss in nichtöffentlicher Sitzung ein ganzes Bündel an Aufträgen vergeben. Ein Teil davon betrifft nach Auskunft des Bürgermeister die Generalsanierung der Grundschule. Die Bildungseinrichtung wird von der Büromöbel Blitz GmbH aus Gäufelden mit Garderobenschränken ausgestattet. Kostenpunkt: 23 785 Euro. Die Wolfgang Ziegler GmbH mit Sitz in Altenkunstadt reinigt die Baustelle zum Preis von 9976 Euro. Die Hochstadter Firma IT-Config stattet die Schule mit Netzwerktechnik im Wert von 6501 Euro aus.

Der Bauhof erhält eine Zimmerei-Handkreissäge der Schönberger und Weiss GmbH aus Nürnberg, die 3806 Euro kostet. Die Dr. G. Pedall Ingenieurbüro GmbH aus Haag führt für 7601 Euro die Baugrunderkundung in Altenkunstadts neuer Mitte, dem Areal rund um die Raiffeisenbank, durch und für 2244 Euro die Haufwerksbeprobung im Baugebiet Pfaffendorf. Letztere Maßnahme dient der Bestimmung des durchschnittlichen Gehalts der Inhaltsstoffe einer Abfallmenge.

Hümmer informierte die Öffentlichkeit darüber, dass der Hort seinen Betrieb im sanierten Altbau der Grundschule aufgenommen habe.